Letztes Update am Sa, 31.08.2019 16:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


329. Wiener Derby der Mittelständler Austria gegen Rapid



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Zumindest die Tabellenlage verspricht am Sonntag (17.00 Uhr) beim 329. Wiener Derby in der 6. Runde der Fußball-Bundesliga Spannung. Die Austria liegt zwei Zähler hinter dem Erzrivalen Rapid, als Sechster und Siebenter rangieren beide aber wieder einmal nur im Mittelfeld. Sturm Graz bekommt es in Altach mit einem gern gesehenen Gegner zu tun. Der TSV Hartberg ist beim SKN St. Pölten zu Gast.

Die Vorfreude auf sein erstes Wiener Derby ist Austria-Trainer Christian Ilzer anzumerken. Dabei steht die Mannschaft des Steirers vor dem Duell mit Rapid unter Zugzwang. Die Austria droht bereits früh in der Saison den Anschluss an die vorderen Plätze zu verlieren. „Speziell ein Derbysieg könnte eine ganz besondere Strahlkraft haben und uns speziellen Rückenwind geben“, sagte Ilzer am Freitag. Allerdings blickt er auf eine Verletztenmisere im Abwehr-Zentrum, die vier Innenverteidiger Michael Madl, Christian Schoissengeyr, Alexandar Borkovic (jeweils verletzt) und der gesperrte Erik Palmer-Brown fehlen.

Nach dem durchwachsenen Saisonstart hat Rapid hingegen die Gelegenheit zur Rehabilitierung. Ein Sieg am Verteilerkreis würde die bereits eingetrübte Stimmung aufhellen. Trainer Dietmar Kühbauer ist sich dieser Chance bewusst. „In so einem Spiel kann man sehr viel gewinnen. Ein Sieg wäre abgesehen von den drei Punkten für die Moral unglaublich wichtig“, erklärte der Ex-ÖFB-Internationale und versprach: „Wir fahren nach Favoriten, um ein gutes Match abzuliefern.“

Zuletzt gelang dies nicht - im vergangenen Dezember setzte es in der Generali Arena ein historisches 1:6-Debakel, dazu kamen die umstrittenen Anhaltungen der Rapid-Fans durch die Polizei. Diesmal soll der Abend an der Südosttangente sowohl für die rund 1.750 grün-weißen Anhänger als auch für die Rapid-Spieler angenehmer verlaufen. Gänzlich sorgenfrei kann Kühbauer aber allein schon aufgrund der Personalsituation nicht sein - mit Srdan Grahovac, Richard Strebinger, Mario Sonnleitner, Maximilian Hofmann und Thorsten Schick fallen fünf wichtige Kicker aus.

Sturm Graz ist unterdessen im Duell mit Altach 15 Partien ungeschlagen, holten dabei zehn Siege und fünf Remis. Im Spiel in der Cashpoint Arena verfolgen beide Teams unterschiedliche Ziele: Sturm will vor der Länderspielpause vorne dabei bleiben, Altach sich vom Tabellenende absetzen. Die Steirer sind mit neun Punkten sechs Zähler hinter Leader Salzburg Vierter, Altach hat als Zehnter erst vier Punkte gesammelt.

„Es ist aus zwei Gründen ein sehr wichtiges Spiel: Ein Sieg vor der Länderspielpause ist für die Stimmungslage sehr gut, und mit drei Punkten hätten wir einen guten Schnitt und wären sehr gut vorne dabei“, betonte Sturm-Trainer Nestor El Maestro. Sein Team gewann zuletzt zu Hause gegen Aufsteiger WSG Tirol 2:0. Jetzt gilt es, nachzulegen. Noch nicht bauen kann er auf Thorsten Röcher, auch Jakob Jantscher ist noch nicht bereit für einen Einsatz. Dafür könnte Philipp Huspek trotz „schmerzhafter Rippenprellung“ am Samstag in das Flugzeug Richtung Vorarlberg steigen.

Bei Altach fehlt weiterhin neben Marco Meilinger auch Philipp Netzer. „In der Innenverteidigung hatten wir leider das Pech, dass sich seit Vorbereitungsstart schon vier verletzt haben. Wir müssen aber mit den Spielern arbeiten, die da sind“, sagte Altach-Trainer Alex Pastoor. Die Schere zwischen der Leistung im Training und im Spiel geht aktuell noch weit auseinander. „Wenn wir das umsetzen, was wir auf dem Trainingsplatz machen, sind wir eine Truppe, die schwer zu schlagen ist. Wenn nicht, sind wir eine Durchschnittsmannschaft“, meinte der Niederländer.

Hartberg will weiter Höhenluft schnuppern. Die fünftplatzierten Steirer sind in der NV Arena von St. Pölten zu Gast und haben das erklärte Ziel, zum fünften Mal in Folge in der Meisterschaft ungeschlagen zu bleiben. Die auf Rang neun liegenden Niederösterreicher haben die Chance, mit einem Sieg nach Punkten zu Hartberg aufzuschließen. mit einem 4:1 gegen die Admira, 1:0 gegen Sturm Graz, 3:3 in Altach und 2:2 gegen die Wiener Austria positiv aufzeigen.

„Gegen die Austria war es eine gute Vorstellung über 90 Minuten, da kann man sehr viel Positives mitnehmen“, meinte Hartberg-Trainer Markus Schopp. „Aggressiv sein, den Kampf voll annehmen und 90 Minuten alles raushauen“, nannte er als wichtige Faktoren auf dem Weg zum Sieg. St. Pölten gelang zuletzt mit dem 1:0 in Mattersburg mit dem ersten Saisonsieg ein Befreiungsschlag. „Es war absolut wichtig für den Kopf, dass man wieder sieht, wie sich ein Sieg anfühlt“, betonte St. Pöltens Trainer Alex Schmidt.




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