Letztes Update am So, 01.09.2019 11:29

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italien verbietet Landung der „Alan Kurdi“-Migranten



Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat ein Verbot für die Landung des deutschen Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ in Italien mit 13 Migranten an Bord unterzeichnet. Das bestätigte das italienische Innenministerium am Sonntag. Das Schiff, das die Migranten an Bord eines überladenen Holzbootes entdeckt hatte, befindet sich unweit der italienischen Insel Lampedusa.

Inzwischen warten weitere 34 Migranten an Bord des italienischen Schiffes „Mare Jonio“ den bereits vierten Tag auf die Landung. Mehrere Prominente aus der italienischen Politik, der Kirche und der Kultur richteten Appelle für die sofortige Landung der Migranten an Bord. Das Schiff wartet weiterhin vor der Insel Lampedusa auf die Zuweisung eines Hafens. Die Hilfsorganisation „Mediterranea Saving Humans“, Betreiberin des Schiffes, richtete wiederholt Appelle an die Regierung, die Migranten von Bord gehen zu lassen.

64 Migranten der „Mare Jonio“ waren in der Nacht auf Freitag nach Lampedusa gebracht worden. Frauen, Kranke und unbegleitete Minderjährige erhielten vom italienischen Innenministerium die Genehmigung, von Bord zu gehen. Nun müssten auch die verbliebenen 34 Migranten schnellstmöglich an Land, forderte die Organisation. Die Situation an Bord sei prekär. Wegen Wasserknappheit befürchtet die Crew einen hygienischen Notstand.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren