Letztes Update am So, 01.09.2019 15:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Amazonas-Bischöfe: Regierung muss Zerstörungen stoppen



Die Bischöfe der brasilianischen Amazonasregion haben laut Kathpress die Regierung zu einem besseren Schutz des Regenwaldes aufgefordert. Sie reagierten am Wochenende auf die aktuellen Brände und die zunehmende Abholzung in der Region. In Rom forderte Papst Franziskus am Sonntag drastische Maßnahmen für den Klimaschutz.

In den vergangenen Tagen hatten sich die brasilianischen Kirchenvertreter in der Stadt Belem auf die von Papst Franziskus für Oktober einberufene Amazonien-Synode im Vatikan vorbereitet. „Gemeinsam mit Papst Franziskus verteidigen wir kompromisslos Amazonien und verlangen von der Regierung dringende Maßnahmen angesichts der gewalttätigen und irrationalen Aggression gegen die Natur“, so die Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir sind beunruhigt und beklagen die Vergiftung der Flüsse und Seen, die Verschmutzung der Luft durch den Qualm“, so die Geistlichen weiter. Ebenso verwerflich seien der rücksichtslose Fischfang und das Eindringen in indigene Reservate. Illegal arbeitende Goldsucher und Holzfäller müssten ihre Aktivitäten beenden.

Franziskus warnte, die Umweltverschmutzung, der Gebrauch fossiler Brennstoffe, intensive Landwirtschaft sowie die Abholzung der Wälder erhöhten die globale Temperatur „bis zur Alarmstufe“. An die Regierungen und das bevorstehende Gipfeltreffen der Vereinten Nationen appellierte er zu einer „drastischen Beschleunigung“ der Maßnahmen, um die Netto-Emissionen der Treibhausgase auf Null zu senken und den mittleren Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Die Politiker trügen die Verantwortung dafür, dass der Planet nicht „auf eine Begegnung mit dem Tod“ zugehe.

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