Letztes Update am Di, 03.09.2019 08:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zahl der Todesopfer nach Anschlag in Kabul auf 16 gestiegen



TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Nach der schweren Explosion und den Schüssen in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist die Zahl der zivilen Todesopfer auf 16 gestiegen. 119 weitere Zivilisten seien bei dem Anschlag am Montagabend verletzt worden, teilte das afghanische Innenministerium mit. Demnach soll die Explosion von einem mit Sprengsätzen beladenen Traktor ausgegangen sein. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Laut Innenministerium ereignete sich die Explosion in der Nähe von „Green Village“, einem Gebiet, in dem Hilfsorganisationen und internationale Organisationen ansässig sind. Auch die Botschaften der USA und Großbritanniens haben dort ihren Sitz. In „Green Village“ kommt es immer wieder zu Anschlägen.

Bewohner reagierten aufgebracht auf die erneute Attacke. Einige setzten Autoreifen in Brand und blockierten eine große Straße in der Nähe des Anschlagsorts. „Wir wollen, dass diese Ausländer aus unserer Nachbarschaft verschwinden“, sagte der Bewohner Abdul Jamil der Nachrichtenagentur AFP. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir wegen ihnen zu leiden haben“, fügte er an.

Der Anschlag ereignete sich während der Ausstrahlung eines Interviews mit dem US-Sondergesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, im afghanischen Fernsehen. Khalilzad sprach darin zum möglichen Abschluss eines Friedensabkommens zwischen den USA und den Taliban.

Die USA hatten am Montag den Abzug ihrer Soldaten von fünf afghanischen Militärstützpunkten im Rahmen eines möglichen Friedensabkommens mit den Taliban in Aussicht gestellt. Die US-Regierung habe sich in Verhandlungen mit der Islamistenmiliz darauf verständigt, innerhalb von 135 Tagen nach einem Abkommen fünf ihrer Militärstützpunkte in Afghanistan zu verlassen, wenn die „Voraussetzungen entsprechend dem Vertrag“ erfüllt würden, sagte Khalilzad dem afghanischen Sender Tolo News.




Kommentieren