Letztes Update am Di, 03.09.2019 08:59

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens fünf Tote durch Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas



Mindestens fünf Menschen sind während des Hurrikans „Dorian“ auf den Bahamas ums Leben gekommen. Das sagte der Premierminister der karibischen Inselgruppe, Hubert Minnis, unter Berufung auf die Polizei am Montag. Der Wirbelsturm habe sich direkt nördlich der Insel Grand Bahama festgesetzt, teilte das US-Hurrikanzentrum am Dienstag mit.

21 Verletzte seien laut Minnis von den bereits am Sonntag getroffenen Abaco-Inseln in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Nassau geflogen worden, bei fünf von ihnen sei der Zustand ernst. Minnis wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, wie hoch die Zahl der Todesopfer noch steigen könne. „Wir erleben eine historische Tragödie“, sagte er.

Das Zentrum des Wirbelsturms befand sich am Montagnachmittag (Ortszeit) über der Insel Grand Bahama im Norden des Landes und bewegte sich nur sehr langsam. Die Insel werde noch bis Dienstag von zerstörerischen Winden und Sturmfluten betroffen sein, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA in Miami mit.

Viele Menschen auf Grand Bahama seien in großer Not, sagte Minnis. Ihnen werde geholfen, sobald die Wetterbehörde die Bedingungen für sicher erkläre. Auf den Abaco-Inseln liefen die Rettungsarbeiten mittlerweile an.

Auf der karibischen Inselgruppe südöstlich der Küste Floridas hinterließ „Dorian“ schwere Zerstörungen. Da die Windgeschwindigkeit mit bis zu 195 Stundenkilometern leicht nachließ, stufte die Behörde das Unwetter zwar von der zweithöchsten Hurrikan-Kategorie auf die Stufe 3 herab. Die Experten warnen jedoch, dass „Dorian“ auch in den nächsten Tagen ein mächtiger Hurrikan bleiben werde.

Nach den Bahamas dürfte „Dorian“ Kurs auf Florida nehmen, sein genauer Weg aber blieb ungewiss. Nach Einschätzung des NHC dürfte der Hurrikan in der Nacht auf Dienstag und bis Mittwoch der Küste Floridas „gefährlich nahe“ kommen. Für weite Teile der Küste galten weiter Hurrikan-Warnungen.

Florida, Georgia und South Carolina ordneten Zwangsevakuierungen küstennaher Gebiete an. Hunderttausende Menschen waren davon ab Montagmittag betroffen. „Sollten Sie sich in einer Evakuierungszone befinden, dann gehen Sie JETZT“, erklärte Floridas Gouverneur Rick Scott. Häuser ließen sich wieder aufbauen, verlorenes Leben nicht. Auch US-Präsident Donald Trump warnte vor den katastrophalen Folgen des „Monster“-Sturms.




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