Letztes Update am Di, 03.09.2019 11:40

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Stau-Bilanz des ÖAMTC: Insgesamt mehr, aber kürzere Staus



Im Sommerreiseverkehr 2019 hat es in Österreich 613 Staus gegeben - das bedeutet ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der ÖAMTC am Dienstag mitteilte. Tirol war am stärksten belastet und belegte im Bundesländervergleich erneut den ersten Platz. Die Bilanz zeigte, dass die Staus tendenziell kürzer waren als im Vergleichszeitraum 2018. Häufigste Ursache war Verkehrsüberlastung.

Gezählt wurden Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten an den Samstagen und Sonntagen während der Sommerferien in Österreich. Vom frühen Freitagnachmittag bis in die Sonntagabendstunden seien die Transitrouten heuer fast durchgehend stark belastet gewesen, so Gilles Dittrich vom ÖAMTC. „Dadurch hat sich der Verkehr besser verteilt und Megastaus von 20 Kilometer Länge und mehr blieben heuer aus.“

Als verkehrsreichstes Wochenende erwies sich einmal mehr jenes zu Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg Ende Juli, als von den Transitrouten 82 Staus gemeldet wurden. Platz zwei belegte das Wochenende von 17. bis 18. August mit 76 längeren Verzögerungen, wobei hier der Rückreiseverkehr besonders stark war, erläuterten die ÖAMTC-Experten.

Die meisten Staus wurden durch Verkehrsüberlastung ausgelöst (rund 40 Prozent), gefolgt von Unfällen (33 Prozent). Knapp acht Prozent der Staus wurden durch Baustellen verursacht, defekte und brennende Fahrzeuge waren für knapp sechs Prozent der Staus verantwortlich. Grenzkontrollen waren 34 Mal Ursache für längere Verzögerungen (5,5 Prozent).

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Im Bundesländer-Stauranking ganz oben war dieses Jahr erneut unangefochten Tirol - mehr als jeder vierte Stau wurde hier verzeichnet. Die Ränge zwei und drei belegten Salzburg und die Steiermark mit jeweils 16,5 Prozent. Knapp 13 Prozent der Staus wurden dem ÖAMTC aus Niederösterreich gemeldet, rund elf Prozent aus Kärnten und zehn Prozent aus Oberösterreich. Vor den klassischen Engstellen Gleinalmtunnel (A9), Karawankentunnel (A11) und Lermoosertunnel (B179) standen die Autofahrer in diesem Sommer am häufigsten im Stau. Zu selteneren, dafür sehr langen Staus kam es aufgrund der Grenzkontrollen in Spielfeld auf der Pyhrnautobahn.

Die am meisten verstaute Transitroute war die Fernpassstraße (B179) in Tirol, wo es 68 Staus gab. Knapp dahinter folgten mit jeweils 62 Staumeldungen die Tauernautobahn (A10) und die Pyhrnautobahn (A9) sowie mit 60 Meldungen die Westautobahn (A1). Mit deutlichem Abstand folgten die Südautobahn (A2) mit 32 und die Karawankenautobahn (A11) mit 29 Staus. Während auf der Fernpassstraße und auf der Tauernautobahn die meisten Staus durch Überlastung entstanden, waren auf der Westautobahn Unfälle die Hauptursache für Verzögerungen.




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