Letztes Update am Di, 03.09.2019 18:09

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Helena Eribenne erhält Performance-Preis



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Am Mittwoch erhält die als Tochter nigerianischer Eltern in London geborene und in Wien lebende Künstlerin Helena (ehemals Chilo) Eribenne den mit 4.000 Euro dotierten H13 Niederoesterreich Preis für Performance. Im Zuge der Preisverleihung im Kunstraum Niederoesterreich wird sie die prämierte Performance „Woman to Woman II“ zeigen. Bis 14. September ist die begleitende Ausstellung zu sehen.

Der Titel der 20-minütigen Performance beziehe sich auf Shirley Browns Hit „Woman to Woman“ (1974), hieß es heute bei einem Pressegespräch in dem mit 70er-Jahr-Mobiliar ausgestatteten „afrokaribischen Wohnzimmer-Setting“, das den Schauplatz der Performance bilden wird - eine Referenz an das Aufwachsen der Künstlerin. „Spitzendeckerln und ein Getränkewagen waren dafür unheimlich wichtig“, schilderte Eribenne. „Das Wohnzimmer war für uns wie ein Museum, das für Besucher bewahrt wurde und in dem wir Kinder uns nicht wirklich frei bewegen durften. Das tägliche Leben spielte sich eher am Küchentisch ab.“

Helena Eribenne spielt in ihrer Performance eine „Künstlerin of Color“, die mit einer weißen Kuratorin einen Telefondialog führt und dabei ihre Situation reflektiert. Scheinbare Möglichkeiten der Betonung der „Blackness“ ihrer Kunst führen alle in Sackgassen, die die Marginalisierung von schwarzen Künstlern und Randgruppen nur bestätigen - „Also macht sie einen Anruf in die Zukunft, von 1974 nach 2019. Das ist der Moment, wo es zum Musical wird...“

42 Einreichungen, davon 30 von Frauen hatte die aus Florentina Holzinger, Astrid Peterle, Katharina Brandl und Lena Lieselotte Schuster gebildete Jury vom Konzept her zu beurteilen. Wer die Uraufführung der ausgezeichneten Performance morgen versäumt: Sie wird auf Video dokumentiert und in der Ausstellung gezeigt werden. Auf einem original 70er-Jahr-Fernseher.

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