Letztes Update am Di, 03.09.2019 23:40

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Medwedew und Switolina bei US Open in New York im Halbfinale



TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Daniil Medwedew bleibt der aktuell „heißeste“ Spieler auf der ATP-Tour. Der 23-jährige Russe setzte am Dienstag seinen Erfolgslauf bei den mit 57,238 Mio. Dollar dotierten US Open in New York fort. Der zuletzt erstmals in die Top Five gekletterte 23-Jährige besiegte am Dienstag den Schweizer Stan Wawrinka nach 2:34 Stunden mit 7:6(6),6:3,3:6,6:1 und steht im Semifinale.

Nun trifft er in seinem ersten Major-Halbfinale am Freitag entweder auf Roger Federer (SUI-3) oder Grigor Dimitrow (BUL), die in der Night Session aufeinandertrafen. Medwedew überholt mit dem Sieg über „Stan the man“ aus der Schweiz nun auch Österreichs Dominic Thiem und wird im ATP-Ranking und auch im Race to London auf Platz vier klettern. Selbst wenn er das Turnier gewinnt, sind die Top 3 im Ranking aber nicht für ihn zu knacken.

Medwedew ist der Aufsteiger der Saison und mit nunmehr 49 Siegen in diesem Jahr auch klarer Leader in dieser Statistik. Mit drei Finali en suite unmittelbar vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Washington, Montreal und Cincinnati (Letzteres gewann er dann auch) hatte er seine Anwartschaft auf Größeres avisiert. Gleichzeitig ist er von den Strapazen der vergangenen Wochen aber auch gezeichnet und klagt schon seit einigen Runden über körperliche Probleme.

„Es ist schwer zu sagen, weil wie wir alle gesehen habe, war es ein komisches Match“, beschrieb Medwedew seine Gefühlslage unmittelbar nach dem Sieg über Wawrinka. „Ich hatte große Schmerzen im Quadrizeps. Und ich weiß wie es ist, gegen einen verletzten Spieler zu spielen“, erklärte Medwedew im Arthur Ashe Stadium den Zuschauern. „Ich fühle mich komisch, aber ich bin glücklich, in meinem ersten Major-Semifinale zu stehen.“

Vor dem Match habe er sich perfekt gefühlt, doch im ersten Game habe er sich im linken Oberschenkel eine Zerrung zugezogen. „Die Schmerztabletten haben dann später geholfen. Mal sehen, wie ich mich morgen fühle, aber ich werde alles tun, dass ich im Halbfinale hundertprozentig fit bin.“

Bereits zuvor hatte Elina Switolina als erste Spielerin im Damenturnier das Halbfinale in Flushing Meadows erreicht. Die als Nummer 5 gesetzte Freundin von Gael Monfils bezwang die Britin Johanna Konta (Nr. 16) nach 100 Minuten mit 6:4,6:4. Switolina kürte sich damit zur ersten Ukrainerin überhaupt in der Vorschlussrunde des US-Majors.

„Es fühlt sich großartig an. Es war ein sehr hartes Match und es war ausgeglichen. Ich bin sehr glücklich, wie ich heute mit dem Druck umgegangen bin“, freute sich Switolina, die auch auf ihren Freund Monfils, der im Herren-Viertelfinale steht, angesprochen wurde. „Wir puschen einander, jetzt muss er wieder nachlegen“, sagte sie lachend in Richtung Tribüne, wo Monfils das ganze Match beobachtet hatte.

Switolina trifft nun entweder auf die als Nummer 8 gesetzte Vorjahres-Finalistin Serena Williams oder die Chinesin Qiuang Wang (Nr. 18), die in der Night Session aufeinandertrafen. Schon jetzt darf sich Switolina, die dieses Jahr in Wimbledon ihr erstes Major-Halbfinale überhaupt erreicht hatte, über die Rückkehr in die Top 3 freuen, mit dem Halbfinaleinzug klettert sie von Platz 5 auf 3. Auf Platz eins wird ab Montag wieder die Australierin Ashleigh Barty geführt werden.

Für Oliver Marach und Jürgen Melzer war indes im Viertelfinale Endstation. Das Österreicher-Duo unterlag der als Nummer 8 gesetzten Paarung Marcel Granollers/Horacio Zeballos (ESP/ARG) nach 1:43 Stunden mit 6:7(4),4:6. Damit sind in Flushing Meadows alle Österreicher ausgeschieden.

Marach/Melzer, die seit der Rasen-Saison zusammenspielen, teilen sich ein Preisgeld von 91.000 US-Dollar (brutto). Für das steirisch-niederösterreichische Duo wäre auch ein Halbfinaleinzug möglich gewesen, zumindest ein dritter Satz. Im zweiten hatten Marach/Melzer schon 4:2 geführt.




Kommentieren