Letztes Update am Mi, 04.09.2019 17:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Toter und zwei Verletzte nach Steinlawine bei Kaprun



TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Beim Abgang einer gewaltigen Steinlawine oberhalb der Kapruner Stauseen im Salzburger Pinzgau ist am Mittwochnachmittag ein Wanderer getötet worden, zwei weitere Wanderer aus Deutschland sind nach Angaben der Bergrettung schwerer verletzt worden sein. Der Felssturz hat sich im Gelände oberhalb der Stauseen ereignet.

Die Geröllmassen donnerten in einer Seehöhe von rund 2.500 Metern auf den Kammerschartenweg, das ist ein alpiner Wanderweg zwischen Kammerscharte und Hochschober (Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn), und erfasste eine Gruppe von vier Wanderern. Dabei erlitt ein Mann, laut Bergrettung ein Österreicher, tödliche Verletzungen. Zwei weitere Wanderer, offenbar Deutsche, wurden verletzt. Möglicherweise handelte es sich um zwei Paare.

Die Steinlawine war laut Maria Riedler, Sprecherin der Bergrettung, riesig und verschüttete den Weg bis zu vier Meter hoch. Weitere Menschen sollten sich laut Angaben von Augenzeugen nicht mehr unter der Lawine befunden haben. Die Steinmassen donnerten insgesamt fast 800 Höhenmeter den Hang hinunter, die Ausläufer erreichten beinahe den Stausee Moserboden. Sie erfassten auch noch einen zweiten Wanderweg, auf dem sich ebenfalls vier Wanderer befanden, diese blieben aber unverletzt, teilte das Landesmedienzentrum mit.

Vier Hubschrauber und etwa 50 Einsatzkräfte von Bergrettung, Rotem Kreuz, Feuerwehr, Verbund und Alpinpolizei standen im Einsatz, bargen die Verletzten und den Toten und suchten das Gebiet nach weiteren Betroffenen ab, berichtete Einsatzleiter Manfred Höger von der Bezirkshauptmannschaft. Auch ein Kriseninterventionsteam wurde angefordert. Die Verletzten und der Tote wurden mit den Helikoptern abtransportiert. Nähere Angaben zur Identität der Opfer lagen gegen 17.00 Uhr noch nicht vor.

Unklar war auch die Ursache für die Steinlawine. Auf jeden Fall ereignete sich etwa zur gleichen Zeit ganz in der Nähe ein weiterer Steinschlag, und zwar im Bereich der Kebmattenalm beim Grieskogel, der aber ohne Folgen blieb.




Kommentieren