Letztes Update am Do, 05.09.2019 17:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zwei Bergsteiger in Salzburg tot aufgefunden



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Eine 36-jährige Bergsteigerin ist am Mittwoch bei der Überschreitung des Kraxenkogels in Flachau (Pongau) tödlich verunglückt. Die Frau, die alleine unterwegs war, dürfte laut Polizei ausgerutscht und vom Gipfelbereich rund 200 Meter abgestürzt sein. Ihre Leiche wurde am Donnerstag gefunden. Indes wurde auch ein vermisster Bergsteiger am Donnerstag in Fusch an der Glocknerstraße tot aufgefunden.

Die 36-jährige Einheimische war am Abend von ihrem Bruder als abgängig gemeldet worden. Die Vermisste wurde am Donnerstag bei einem Suchflug gefunden.

Eine erste Suchaktion von Bergrettern, Polizisten und einem Polizeihubschrauber war gestern ohne Ergebnis verlaufen. Die Suche wurde wegen der Witterung und der Dunkelheit nach Mitternacht abgebrochen und am Donnerstag um 6.00 Uhr wieder gestartet. Um 9.00 Uhr entdeckte die Hubschrauberbesatzung die leblose Frau in einer Rinne an der Ostseite des Kraxenkogels (2.436 Meter Seehöhe). Die Verunglückte wurde mit Hilfe eines Taus geborgen und ins Tal geflogen.

Die Pongauerin war am Mittwoch in der Früh mit ihrem Mountainbike in Richtung Oberennsalm geradelt. Sie hatte vor ihrer Abfahrt erklärt, dass sie dann auf das Benzeck gehen wolle. Gefunden wurde sie allerdings am Kraxenkogel. „Fremdverschulden ist auszuschließen“, informierte die Landespolizeidirektion Salzburg.

Die Angehörigen der Frau wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. An der Suchaktion beteiligten sich 26 Bergretter aus Flachau, Altenmarkt und Kleinarl sowie sieben Hundeführer, zehn Alpinpolizisten und zwei Polizeihubschrauber.

Ein seit 25. August im Pinzgau vermisster Bergsteiger ist am Donnerstag in Fusch an der Glocknerstraße tot aufgefunden worden. Der 62-jährige Deutsche wurde von der Besatzung eines Polizeihubschraubers unterhalb des „Hohen Ganges“ auf einer Seehöhe von 1.930 Metern entdeckt. Laut Polizei war der Mann beim Abstieg ins Käfertal in unwegsamem Gelände rund 150 Meter in eine steile Rinne gestürzt.

Zunächst hatten Mitarbeiter eines Energieversorgers alpine Ausrüstungsgegenstände auf rund 2.150 Meter Höhe entdeckt. Nachdem festgestanden war, dass das Material dem Vermissten gehörte, wurde ein Suchflug gestartet. Der Tote wurde vom Team des Polizeihubschraubers geborgen und ins Tal geflogen. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, so die Polizei.




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