Letztes Update am Fr, 06.09.2019 10:06

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Inzwischen 30 Hurrikan-Tote durch „Dorian“ auf Bahamas



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Die zerstörerische Wucht des Hurrikans „Dorian“ hat nach neuen Erkenntnissen mindestens 30 Menschen das Leben gekostet - vermutlich aber noch viel mehr. Premierminister Hubert Minnis bestätigte die vorläufige Opferbilanz am Donnerstag (Ortszeit) im US-Fernsehen.

Die endgültige Zahl wird nach Einschätzung des Gesundheitsministers Duane Sands deutlich höher ausfallen. „Ich glaube, die Zahl wird überwältigend sein“, sagte er dem Sender Guardian Radio 96.9.

Die Rettungseinsätze gingen am Donnerstag auf den beiden am schwersten getroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates weiter. Zahlreiche Menschen wurden noch immer vermisst. Bahamaer nutzten soziale Medien, um Vermisste zu suchen und die Verteilung von Hilfsgütern zu koordinieren. Manche Inselbewohner klagten über hinderliche Bürokratie. Die Regierung verlangt, dass Spenden nur über von ihr autorisierte Organisationen laufen.

„Dorian“ hatte die Bahamas am Sonntag als Hurrikan der höchsten Gefahrenstufe getroffen - mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde. Er wütete dort fast drei Tage lang. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas und einen der stärksten im Atlantik seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Es kam zu meterhohen Sturmfluten und großflächigen Überschwemmungen. Nach Schätzung des Roten Kreuzes wurden etwa 13.000 Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört.

Der Hurrikan schwächte sich auf seinem Weg zur US-Küste weiter ab und wurde zu einem Wirbelsturm der niedrigsten Kategorie 1 herabgestuft. Wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte, brachte der Hurrikan Freitagfrüh vor der Küste von North Carolina nur noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern mit sich.

Die Meteorologen rechnen demnach mit einer weiteren „langsamen Abschwächung“ in den kommenden Tagen. „Dorian“ werde aber ein starker Wirbelsturm bleiben. Zuvor waren erste wuchtige Ausläufer von „Dorian“ auf die Südostküste der USA geprallt. Starker Regen und heftige Winde trafen die Küstengebiete der Bundesstaaten North und South Carolina. Die Behörden warnten vor lebensgefährlichen Überschwemmungen und Sturzfluten. In der bei Touristen beliebten Küstenstadt Charleston in South Carolina waren am Donnerstag bereits einige Gegenden überschwemmt.




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