Letztes Update am Sa, 07.09.2019 06:55

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zahl der Toten durch Hurrikan „Dorian“ auf Bahamas gestiegen



Durch Hurrikan „Dorian“ sind auf den Bahamas neuen Angaben zufolge 43 Menschen getötet worden. Diese Zahl seien allerdings nur die offiziell bestätigten Todesfälle, sagte Regierungssprecherin Erica Wells am späten Freitagabend (Ortszeit) dem US-Fernsehsender NBC News. Mittlerweile sitzen im US-Bundesstaat North Carolina Hunderte Bewohner einer vom Hurrikan „Dorian“ betroffenen Insel fest.

Der Hurrikan „Dorian“ hatte in den vergangenen Tagen als Wirbelsturm der Höchststufe 5 auf den Bahamas gewütet. Der Sturm legte das Urlaubsparadies in weiten Regionen in Trümmer. Nach Angaben der Vereinten Nationen brauchen mindestens 70.000 Menschen auf der zwischen Kuba und Florida gelegenen Inselgruppe dringend Hilfe. Die internationale Hilfe ist bereits angelaufen, unter anderem stellte die EU 500.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung. „Viele werden noch vermisst. Es wird erwartet, dass die Zahl noch deutlich steigt“, so Regierungssprecherin Wells. Zuvor waren offiziell 30 Todesopfer vermeldet worden.

Auf der Insel Ocracoke im US-Bundesstaat North Carolina spitzt sich die Lage zu. Die Situation sei Grund für „bedeutende Sorge“, sagte der Gouverneur des Bundesstaats, Roy Cooper, am Freitag. Bergungsteams stünden bereit, könnten die Insel aber erst erreichen, wenn sich der Sturm wieder abgeschwächt habe, sagte Cooper.

Auf Bildern der Insel waren schwere Überflutungen zu sehen. Der Hurrikan war am Freitagmorgen direkt über die Inselgruppe Outer Banks hinweggezogen. Auf der dazugehörigen Insel Ocracoke leben knapp 1.000 Menschen. Es war zunächst nicht klar, wieso sie nicht vor dem Eintreffen des Sturms wie von den Behörden angeordnet Schutz im Landesinneren gesucht hatten. In den küstennahen Bereichen North Carolinas waren wegen des Sturms rund 200.000 Haushalte ohne Strom.




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