Letztes Update am Sa, 07.09.2019 09:30

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hochkarätiges Herbstprogramm im Grazer Musikverein



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Im Grazer Musikverein stehen bis Weihnachten einige hochkarätige Konzerte auf dem Spielplan. Neben den Wiener Philharmonikern, die mit Pianistin Yuja Wang einen Abend bestreiten, sind auch Startenor Piotr Beczala und Weltklassebass Rene Pape zu hören. „Wir haben fast wöchentlich Künstler von Weltrang zu Gast“, freute sich Generalsekretär Michael Nemeth im APA-Gespräch.

Den Auftakt macht am 9. und 10. September die Chefdirigentin der Grazer Oper, Oksana Lyniv mit dem Youth Symphony Orchestra of Ukraine und Beethovens gewaltiger Symphonie Nr. 9. Das zweite Projekt ist eine szenische Aufführung von Mozarts „La finta giardiniera“, eine Produktion, die aus der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker entstanden ist und jungen Talenten eine Plattform bietet.

Mitte Oktober wird Piotr Beczala einen Liederabend bestreiten, bei dem es „um die Liebe, die auf mannigfaltige Art und Weise ausgedrückt werden kann, geht“, beschrieb es der Sänger selbst. Er wird unter anderem Werke von Stanislaw Moniuszko und Peter I. Tschaikowsky singen. Einige Tage später kommen nach einigen Jahren wieder einmal die Wiener Philharmoniker nach Graz, die hier zuletzt unter der Stabführung von Christian Thielemann oder Franz Welser-Möst zu hören waren. Diesmal steht Andres Orozco-Estrada am Pult, wenn Yuja Wang - sie spielte auch beim Sommernachtskonzert der Philharmoniker in Schönbrunn - Rachmaninows drittes Klavierkonzert interpretieren wird.

Der Pianist Nikolai Lugansky wird gemeinsam mit dem Ural Philharmonischen Orchester zu hören sein, er spielt Prokofjews zweites Klavierkonzert, außerdem stehen Werke von Zoltan Kodaly und Bela Bartok auf dem Programm. Auch kammermusikalisches wird zu hören sein: Das Emerson String Quartet wird Mendelssohn, Dvorak und Schostakowitsch zu Gehör bringen, das Eggner Trio einen Monat später Werke von Johann Nepomuk Hummel, Carl Czerny und Beethoven.

Sopranistin Krassimira Stoyanova wird bei ihrem Konzert eher ungewöhnlich von einer Harfe begleitet, was den Werken von Richard Strauss oder Giuseppe Verdi einen ganz besondere Farbe verleihen dürfte. Den Abschluss des Musikjahres bildet der Liederabend von Rene Pape, der zuletzt bei den Salzburger Festspielen als Fiesco in „Simone Boccanegra“ große Erfolge feierte.

Nemeth setzt nach wie vor auf die klassische Form der Musikvermittlung im Konzert: „Im Mittelpunkt soll die Musik stehen. Es muss nicht jedes Konzert moderiert sein, es muss nicht immer eventisiert sein. Ein Konzert soll ein gewisser Ruhepol sein, um von allem abschalten zu können, und zwar buchstäblich. Ich glaube, dass das eine unserer Aufgaben ist, einen Ruhepol in der Gesellschaft zu bieten, und dafür ist die klassische Musik im eigentlichen Sinn schon sehr geeignet.“




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