Letztes Update am Sa, 07.09.2019 16:21

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Böe brachte bei Airpower19 Doppeldecker zum Umkippen



Ein Zwischenfall bei der Flugshow Airpower im steirischen Zeltweg ist glimpflich verlaufen: Am Ende einer Flugdarstellung von zwei Maschinen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs - einer Fokker DR1-Dreidecker und einer schwedischen CFM01 „Tummelisa“ („Däumling“) - ist das schwedische Muster beim Landen auf der Graspiste durch eine plötzliche Windböe umgekippt. Der schwedische Pilot blieb unverletzt.

Zu dem Zwischenfall war es am Ende einer Vorführung mit Namen „Warbirds“ - eine Art Luftkampfdarstellung aus der Zeit des Ersten Weltkriegs - gekommen. Die zweite Maschine - ein Fokker-Dreidecker jenes Typs, die auch der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen flog - landete ohne Probleme.

Laut Airpower-Projektleiter Brigadier Arnold Staudacher entstand lediglich Sachschaden an der Maschine. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Graspiste nass, der Windstoß kippte den leichten Doppeldecker dann um. „Die Rettungskette wurde sofort ausgelöst und hat wie geplant funktioniert, die Einheiten waren binnen Sekunden an der Stelle“, sagte Staudacher. Die genaue Unfallursache wird nun durch die Unfallkommission erhoben.

Das Wetter spielte zudem erstmals bei einer Airpower nicht mit: Am Samstag mussten wegen der tiefhängenden Wolken über dem Fliegerhorst in Zeltweg etliche Programmpunkte abgesagt oder vorgezogen werden. Die Airshow wurde mehrmals unterbrochen. Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ etwa dürfte ihr Programm nicht zeigen.

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Das Fliegerhorstgelände waren am Vormittag und am frühen Nachmittag immer wieder Regenschauer niedergegangen. Die Zehntausenden Zuseher trugen es mit Fassung. Möglich waren bei der niedrigen Wolkendecke hingegen die Hubschrauber-Vorführungen. Das Jagdkommando zeigte mit heimischen Helikoptern sowie mit Unterstützung von zwei deutschen Hubschraubern vom Typ NH-90 eine kleine Luftlandeübung, gesichert von mit M134 „Minigun“ bewaffneten OH-58 „Kiowa“-Hubschraubern. Die NH-90 flogen an Lastseilen leichte Transport-Fahrzeuge ein, aus dem Heck eines der Helis wurde ein Quad des Jagdkommandos ausgeladen und sofort „eingesetzt“. Die Jagdkommando-Soldaten wurden von S70 „Blackhawk“ und AB212 des Bundesheeres gelandet.

Manche der Teilnehmer hatten kein Schlechtwetterprogramm in petto, sagte ein Offizier. Deren Vorführungen entfielen oder wurden nach hinten verschoben, in der Hoffnung auf eine bessere Wetterlage. Regulär sollte das Airpower-Programm gegen 17.00 Uhr enden.




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