Letztes Update am Mo, 09.09.2019 09:37

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Prozess gegen mutmaßliche Jihadisten in Graz gestartet



Im Grazer Straflandesgericht hat am Montag ein Prozess gegen sechs von eigentlich sieben Sympathisanten der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) begonnen. Ihnen werden die Verbrechen der terroristischen Vereinigung, der kriminellen Organisation und der staatsfeindlichen Verbindung angelastet. Die Männer stehen alle in Verbindung mit einem Linzer Glaubensverein. Einer erschien nicht.

Im Gericht wurde strenger als sonst kontrolliert, der Andrang der Besucher war allerdings nicht sehr groß. Die Verhandlung begann mit einiger Verzögerung, denn einer von den Beschuldigten tauchte nicht auf. Sein Aufenthalt ist nicht bekannt. Daher wurde das Verfahren gegen ihn ausgeschieden und der Prozess gegen die übrigen sechs Angeklagten begonnen. Sie wurden unter strenger Bewachung vorgeführt.

Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, als Prediger in einem muslimischen Linzer Glaubensverein junge Männer für den Kampf des IS angeworben und nach Syrien geschickt zu haben. Verantworten müssen sich auch Obmann, Schriftführer, Kassier und Vermieter des Glaubensvereins, weil sie den Erstangeklagten durch ihre Tätigkeiten unterstützt haben sollen. Dem Schriftführer - er war auch stellvertretender Imam - wird auch vorgeworfen, im Internet ein Zielfernrohr für ein Scharfschützengewehr gekauft und es seinem Bruder nach Syrien geschickt zu haben, wo dieser für den IS als Scharfschütze gekämpft haben soll.




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