Letztes Update am Di, 10.09.2019 05:44

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klimaschutz-Debatte spiegelt sich in den Wahlgeschenken



Bei der kommenden Nationalratswahl gibt es wieder zahlreiche Wahlgeschenke zu ergattern: Neben Kugelschreibern und den klassischen Wahlzuckerln wird diesmal besonders auf nachhaltige Varianten gesetzt. Aber auch Sonnenbrillen, Kappen und andere Sommerartikel zeugen von einem heißen Wahlkampf.

Mit „Pamtastic“-Beuteln aus Stoff dürfen diesmal die Unterstützer der SPÖ rennen. Geziert werden die Beutel, ebenso wie die Anstecker durch ein gezeichnetes Porträt von Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner. An Stelle der Plastik-Kugelschreiber setzen die Sozialdemokraten im momentanen Wahlkampf auf Bleistifte und Papier-Lineale für Schüler. Auch PEZ-Zuckerl und Sojabohnen werden verteilt.

Der Abgang von Heinz-Christian Strache ist bei der FPÖ nun auch in den Wahlgeschenken sichtbar. So hatte der Rücktritt die Umbenennung des kleinen blauen „HC-Bären“ auf „Norbär“ zur Folge. Dazu verteilen die Freiheitlichen ihre blauen Kugelschreiber sowie heimatbetonte Folder mit den Spitzenkandidaten Norbert Hofer und Herbert Kickl.

Die NEOS haben bei der diesjährigen Nationalratswahl einen bunten Mix an Präsenten zu verteilen. Mit Seifenblasen, Bierdeckeln und Kalendern möchte man alle Altersgruppen erreichen. Besonders setzt man aber auf Sommerartikel. Demnach gibt es pinke Wasserbälle, Kappen und faltbare Frisbees zu ergattern. Auch der Fokus auf Klimaschutzmaßnahme ist in den NEOS-Werbegeschenken wieder zu erkennen: Pflanzbare Bleistifte und Jutebeutel erinnern an frühere Geschenke der Grünen.

Die berühmten ausgefallenen Werbegeschenke der von der letzten Nationalratswahl geschwächten Grünen sind diesmal nicht zu ergattern. Sie gehen bloß mit Kressesamen und Info-Material auf Wählerjagd. Die Liste JETZT verzichtet laut eigenen Angaben aus Umweltschutzgründen bewusst auf diverse Wahlgeschenke und verteilt lediglich Flyer.

Auf eine kreative Methode der Wahlkampfbeteiligung kam der WANDEL. So wurden laut „Standard“-Berichten Wahlzuckerl der ÖVP verteilt, welche man zuvor mit dem eigenen Logo überklebte.




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