Letztes Update am Di, 10.09.2019 22:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


15 Menschen bei Ashura-Prozessionen in Nigeria getötet



In Nigeria sind während des religiösen Ashura-Festes nach Angaben einer schiitischen Gruppe mindestens 15 ihrer Mitglieder von Sicherheitskräften getötet worden. Es sei am Dienstag in mehreren Städten des Landes Tränengas gegen die Teilnehmer der feierlichen Prozessionen eingesetzt und auf sie geschossen worden, sagte Ibrahim Musa, ein Sprecher der Islamischen Bewegung Nigerias (IMN).

Die Polizei war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Polizei hatte am Tag zuvor gewarnt, dass alle Versammlungen der IMN als illegal angesehen werden würden.

Ashura ist eines der wichtigsten religiösen Feiern des schiitischen Islams. Anhänger ziehen durch die Straßen, um an den Tod des Imams Hussein zu erinnern, einem Enkel des Propheten Mohammed.

In Nigeria kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und der IMN. In den vergangenen Jahren demonstrierten ihre Mitglieder wiederholt für die Freilassung ihres Anführers Ibrahim Zakzaky. Er wurde 2015 festgenommen, weil ihm eine Verstrickung in den Tod eines Soldaten vorgeworfen wird, offiziell wurde er aber bisher nicht angeklagt. Die Regierung verbot die IMN mittlerweile wegen „terroristischer Aktivitäten“.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

In dem westafrikanischen Land sind Schätzungen zufolge etwa die Hälfte der knapp 200 Millionen Einwohner Muslime, die meisten davon sind Sunniten. Angehörige der schiitischen Minderheit fühlen sich oft von den Sunniten unterdrückt.




Kommentieren