Letztes Update am Mi, 11.09.2019 06:08

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Australier im Iran festgenommen



Im Iran sind nach Angaben der australischen Regierung drei Australier festgenommen worden. Das australische Außen- und Handelsministerium betreue die Familien der drei Betroffenen konsularisch, sagte ein Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Aus Datenschutzgründen wollte er aber keine Einzelheiten nennen.

Die Londoner „Times“ hatte zuvor berichtet, zwei Frauen mit britischer und australischer Staatsangehörigkeit würden im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Laut dem australischen Rundfunksender ABC wurde auch der australische Freund einer der Frauen festgenommen. Bisher ist unklar, ob es schon eine Anklage gibt. Eine der Frauen soll schon seit bis zu einem Jahr in Haft sitzen.

Australien beteiligt sich an der US-geführten Marinemission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman. Premierminister Scott Morrison hatte im August angekündigt, eine Fregatte, ein Aufklärungsflugzeug sowie Militärangehörige zur Unterstützung der Mission zur Verfügung zu stellen.

Der Iran hatte zuletzt wiederholt Tanker in der Straße von Hormus festgesetzt. Zudem wurden in der Region mehrere Tanker angegriffen, wofür Washington ebenfalls Teheran verantwortlich machte. Die Spannungen entwickelten sich im Zusammenhang mit dem Streit um das Atomabkommen mit dem Iran, aus dem die USA im Mai 2018 ausgestiegen sind.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die australische Regierung hatte erst diese Woche ihre Reisehinweise für den Iran verschärft. Reisende wurden aufgerufen, ihre Reisepläne zu „überdenken“ und nicht in die Grenzgebiete zum Irak und zu Afghanistan zu reisen. In den vergangenen Jahren waren mehrere Iraner, die auch den Pass eines westlichen Landes haben, bei Reisen in ihr Herkunftsland festgenommen worden. Mehrere von ihnen verbüßen Haftstrafen wegen des Vorwurfs der „Spionage“.




Kommentieren