Letztes Update am Mo, 16.09.2019 22:51

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ÖVV-Herren unterlagen Deutschen in ihrem 3. EM-Match 0:3



Das Ausscheiden des österreichischen Volleyball-Nationalteam der Herren in der EM-Gruppenphase nimmt konkretere Formen an. Am Montag kassierte die ÖVV-Truppe in Antwerpen ihre dritte Pool-B-Niederlage im dritten Spiel, nach einem 0:3 (-23,-15,-16) gegen Deutschland halten sie weiter bei einem Satzgewinn. Das Duell der letzten Chance gibt es am Dienstag (17.30 Uhr, live ORF Sport +) gegen Spanien.

ÖVV-Teamchef Michael Warm hatte seine Grund-Sechs von den Brüsseler Niederlagen gegen Belgien (0:3) und die Slowakei (1:3) auf zwei Positionen umgestellt, in Annahme/Außenangriff kam Maximilian Landfahrer ins Team, dazu Mittelblocker Mathäus Jurkovics. Die größere Rochade hatten aber die Deutschen zu verzeichnen. Der bisher enttäuschende Star Georg Grozer fehlte wegen einer Wadenblessur, Kapitän Lukas Kampa wegen eines Magenproblems.

Die Umstellungen in der rot-weiß-roten Equipe machten sich zumindest im ersten Satz bezahlt. Landfahrer wies da eine ausgezeichnete Annahme-Quote auf, Jurkovics zeigte vereinzelt am Block auf. Um Klassen stärker als gegen die Slowaken war in der Anfangsphase aber Alexander Berger drauf. Der Italien-Legionär war wohl auch durch die Präsenz seiner mit ihren zwei Kindern gekommene Frau Mirna motiviert, Ex-Schwimmerin und Olympia-Dritte 2008 in Peking.

Zehn Angriffspunkte ihres Ehemanns im Eröffnungssatz trugen zwar auch zur zeitweisen Führung bei, den Satz gewannen aber die erneut keinesfalls auf der Höhe spielenden Deutschen knapp. Damit war die Vorentscheidung schon gefallen. Denn im Satz zwei konnte Rot-Weiß-Rot wie schon gegen die Slowakei sein Spiel-Level nicht halten, fiel in allen Komponenten zurück. Die Deutschen punkteten hingegen mehrfach effektiv am Block.

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Im dritten Satz tauschte Warm den Aufspieler, Alexander Tusch kam statt Maximilian Thaller. Als Libero fungierte nun Florian Ringseis statt Philipp Kroiss. Die Anfangsphase des Durchgangs wurde von den Österreichern noch offen gestaltet, dann wuchs der Rückstand aber rasch an. Das Service klappte das gesamte Spiel über nicht wie gewünscht. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass auch die Deutschen nicht wie erhofft mit dem Aufschlag punkteten.

Für den Vize-Europameister 2017 war es der erste Sieg im Turnier, die Truppe von Bundestrainer liegt aber nur auf Gruppenplatz vier. Am Abend (20.30 Uhr) spielte noch Serbien gegen Spanien. Gegen die Iberer muss für die Österreicher nun unbedingt ein Sieg her, um die eher nur noch theoretische Chance am Leben zu halten. ÖVV-Topscorer gegen Deutschland waren Berger (16), Landfahrer (7) sowie Jurkovics und der nicht sehr effektive Thomas Zass (je 5).

Die Teams aus Serbien und Belgien haben in der Österreich-Gruppe B der Volleyball-EM der Herren als erste Teams den Aufstieg ins Achtelfinale fixiert. Den Serben gelang das am Montag in Antwerpen im Duell der kommenden ÖVV-Gegner mit einem 3:1 (-21,19,19,20) gegen Spanien, ihr dritter Dreipunkter im dritten Spiel. Die spielfreien Belgier profitierten davon, haben die Top Vier ebenso schon sicher.

In der mit Wochenbeginn von Rotterdam nach Amsterdam übersiedelten Gruppe D - aus dieser werden die Achtelfinalgegner der Pool-B-Aufsteiger rekrutiert -, löste Weltmeister Polen durch ein 3:0 (18,12,15) gegen Tschechien sein Ticket für die K.o.-Phase. Russland in Ljubljana in Pool C mit einem 3:0 (17,24,22) gegen Finnland und Frankreich in Montpellier in Gruppe A durch ein 3:0 (19,21,14) im Duell der Unbesiegten gegen Bulgarien holten jeweils ihren schon vierten Sieg.

Drei Tage vor Ende der Gruppenphase stehen bereits acht Achtelfinalisten fest: Frankreich, Italien, Bulgarien (alle Gruppe A), Serbien, Belgien (Gruppe B), Russland, Slowenien (C) und Polen (D).




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