Letztes Update am Mi, 18.09.2019 20:39

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mindestens vier Tote bei Explosion in Mogadischu



Bei einer schweren Explosion in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind nach einer ersten Bilanz der Polizei mindestens vier Menschen getötet worden. Die Explosion ereignete sich am Abend gegen 20.00 Uhr.

„Sie ging von einem Luxuswagen aus, der vor einem neuen Restaurant und Hotel an der geschäftigen Maka-Almukarama-Straße geparkt war“, sagte Polizeisprecher Ali Hassan der Deutschen Presse-Agentur. Nach seinen Angaben könnte die Opferbilanz noch steigen. Bei der Attacke wurden nach Polizeiangaben mindestens sieben weitere Menschen verletzt.

Nur wenige Stunden zuvor waren bei der Explosion einer Autobombe am Rande von Mogadischu fünf Menschen verletzt worden, darunter ein türkischer Bauingenieur. Das Militär hatte am gleichen Tag den Tod von insgesamt 17 Kämpfern der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab bei verschiedenen Operationen bekanntgegeben, darunter zwei prominente Kommandanten. Die Kämpfer hatten versucht, einen Hinterhalt in der Hiiran-Provinz zu legen. Bei dem Militärschlag seien auch mehrere Fahrzeuge der Terrormiliz zerstört sowie zwei ihrer Kämpfer festgenommen worden.

Die Terrormiliz kontrolliert seit Jahren große Teile von Zentral- und Süd-Somalia und verübt immer wieder Angriffe gegen Sicherheitskräfte, Politiker und Zivilisten in Mogadischu und anderen Orten. Die sunnitischen Fundamentalisten, die Verbindungen zu dem Terrornetzwerk Al-Kaida haben, kämpfen in dem armen Staat am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Eine Truppe der Afrikanischen Union sowie das US-Militär unterstützen die Regierung im Kampf gegen Al-Shabaab.

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