Letztes Update am Fr, 20.09.2019 12:42

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klimademo-Aktionen in über 700 Gemeinden in Österreich



Mehr als 700 Gemeinden in Österreich beteiligen sich am Freitag am Auftakt der internationalen Klimaschutzwoche „Week for Future“ der Umweltbewegung „FridaysForFuture“. „Es ist die größte dezentrale Klimaaktion, die es jemals gegeben hat“, sagte Mitorganisator Johannes Stangl der APA. Am Abend ist eine Kundgebung am Wiener Heldenplatz geplant.

Die Teilnehmerzahlen bei den Aktionen abzuschätzen, ist schwierig, da die einzelnen Gemeinden oder Bezirke ihre Aktionen dezentral und autonom veranstalten. Als verbindendes Element sollen aber alle beteiligten Gemeinden unter ihr Ortsschild den Zusatz „Für die Zukunft“ anbringen, fotografieren und auf der Homepage von „FridaysForFuture“ hochladen. „Das erste Bild kam schon kurz vor 7.00 Uhr von Furth bei Krems an der Donau“, sagte Stangl.

kreiert. Auch in Villach in Kärnten wird protestiert.

Stangl betonte, dass alle Aktionen angemeldet sind. „Unser Protest ist wie immer vollkommen friedlich und bunt“, unterstrich der Mitorganisator. Es dürfte auch zu keinen Problemen im Verkehr kommen. Laut Polizei waren jedenfalls keine Straßensperren geplant, bei Bedarf könne es aber kurzfristig zu Sperren kommen.

Die Veranstaltungen sind Teil der internationalen „Week for Future“ an den sich Aktivisten in über 100 Ländern beteiligen. Vor allem im englischsprachigen Raum waren bereits am Freitag Großdemonstrationen angesetzt. In Österreich werden die größten Proteste aber erst bei Demos am 27. September stattfinden - auch angesichts der zeitnahen Nationalratswahl. An dieser dürfen die Schüler im Rahmen von Schul- oder schulbezogenen Veranstaltungen teilnehmen. Das hat Bildungsministerin Iris Rauskala in einem Erlass bzw. bei einer Pressekonferenz am Freitag klargestellt. Die Entscheidung über eine Teilnahme trifft die jeweilige Schule - beteiligt sie sich, haben die Lehrer eine Aufsichtspflicht.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Beim ersten großen Klimastreik am 15. März gingen in Österreich mehr als 20.000 Schüler und Studenten auf die Straße. An einem Streik mit der „FridaysForFuture“-Bewegung und der jugendlichen Aktivistin Greta Thunberg am 31. Mai beteiligten sich in Wien 10.000 Personen.




Kommentieren