Letztes Update am Fr, 20.09.2019 14:58

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Keller-Derby in NÖ, Wattens empfängt Rapid



Das Niederösterreich-Derby der Fußball-Bundesliga ist aktuell ein Duell der Nachzügler. Wenn die Admira am Samstag (17.00 Uhr) zu Hause auf den SKN St. Pölten trifft, spielt der Letzte gegen den Vorletzten. In Summe haben die beiden Mannschaften in bisher sieben Runden erst acht Treffer erzielt - und 43 Gegentore erhalten. Ebenfalls am Samstag spielen Wattens - Rapid und Mattersburg - Sturm.

Die jüngsten Ergebnisse passten ins Bild zweier geschüttelter Clubs. 0:5 bei Rapid verlor die Admira, St. Pölten ging in Altach 0:6 unter. Vor allem die „Wölfe“ aus der Landeshauptstadt traf das Gesehene. Trainer Alexander Schmidt setzte auf eine Aussprache. „Wir haben intern die Sachen sehr hart angesprochen. So eine Vorstellung wird es nicht mehr geben, das kann man nicht akzeptieren“, berichtete der Deutsche. „Wir werden bis Winter genau schauen, wer den Weg mitgeht und wer nicht“, sagte Schmidt unmissverständlich.

Sein Namensvetter aus der Südstadt wählte nicht ganz so dramatische Worte an sein Team. Für Klaus Schmidt war der Auftritt bei Rapid das erste Spiel seiner noch jungen Amtszeit bei der Admira. Er sei noch in der Kennenlernphase, meinte der Steirer. „Das wird auch noch ein paar Wochen dauern.“ Das 0:5 habe man gut aufgearbeitet. „Ich habe da viele Dinge gesehen, die ich noch nicht kannte. Jetzt versuchen wir, daran zu arbeiten“, betonte Schmidt. Für die Admira steht nach sieben Ligaspielen erst ein Punkt zu Buche. Dem Spiel gegen St. Pölten ordnete Klaus Schmidt keine größere Bedeutung zu. „Unabhängig gegen welchen Gegner wäre ein Sieg für den Kopf wichtig. Danach lechzt jeder“, sagte er.

Auf die Fans der WSG Tirol kommen in den nächsten Tagen zwei Schmankerln zu. Am Samstag läutet das Gastspiel von Rapid im Tivoli-Stadion die „Wiener Festspiele“ ein, die am Mittwoch mit dem Cup-Match gegen die Austria ihren Abschluss finden. WSG-Trainer Thomas Silberberger versprach, dass man einen „Fight“ bieten werde. „Vor Jahren schon haben wir von solchen Partien geträumt. Jetzt leben wir den Traum“, wiederholte er, war sich jedoch der Tatsache gewahr, dass mit Rapid eine große Hürde auf seine Elf warte.

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„Hinter Salzburg ist Rapid auf Augenhöhe mit dem LASK“, sagte der Langzeit-Coach, der vor der „fantastischen Qualität, der Schnelligkeit und dem Spielwitz“ des Gegners in der Offensive warnte. Gegen den Rekordmeister winkt der bisher beste Besuch im Tivoli-Stadion. Dazu bräuchte es knapp mehr als die 5.400 Zuschauer, die laut Vereinsangaben am 31. August gegen Salzburg zu Gast waren.

Rapid reiste bereits am Freitagvormittag gen Westen und möchte nach den Siegen gegen die Austria (3:1) und die Admira (5:0) nachlegen. „Die letzten beiden Partien waren in allen Belangen positiv für uns. Das Match bei der Austria hat uns richtig viel Kraft gegeben und auch der klare Heimsieg in der letzten Runde war für die Köpfe sehr wichtig“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer. Man fahre „natürlich nach Innsbruck, um drei Punkte zu holen“.

Beim Duell Mattersburg gegen Sturm Graz treffen zwei Verlierer der 7. Bundesliga-Runde aufeinander. Mattersburg haderte unter der Woche noch mit der 0:2-Niederlage gegen WSG Tirol. Besonders trauerten die Grün-Weißen zahlreichen vergebenen Möglichkeiten in der zweiten Hälfte nach. „Wir haben eine Riesenchance ausgelassen, an die Top sechs anzuschließen. Da war der Frust unter der Woche sehr groß“, gab Trainer Franz Ponweiser zu.

Sturm unterlag in der Vorwoche dem LASK 0:2. „Wir haben das Spiel aufgearbeitet und auch analysiert. Wir haben Erkenntnisse gezogen und wir wissen, dass die erste Halbzeit suboptimal war“, erklärte Trainer Nestor El Maestro und fügte hinzu: „Niemand bei Sturm Graz ist kritischer als der Trainer selbst.“ Dabei waren die Grazer bisher in der ersten Hälfte vor allem defensiv stets eine Macht: In den sieben Partien fing man sich vor dem Halbzeitpfiff nur ein Gegentor ein.

Gegen Mattersburg steht die Erwartung im Grazer Lager auf Aufwärtssieg. „Wir fahren hin, werden alles geben und, wie ich hoffe, die drei Punkte mitnehmen“, sagte El Maestro. Den Gegner redete er trotzdem stark: „Ich finde, sie haben ein paar Punkte weniger, als sie verdient hätten.“




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