Letztes Update am Sa, 21.09.2019 15:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lucrecia Martel gestaltete Trailer für 57. Viennale



Der Trailer zur diesjährigen Viennale stammt von der argentinischen Filmemacherin Lucrecia Martel. Die Regisseurin hat für das Filmfestival, das von 24. Oktober bis 6. November stattfinden wird, den knapp zweiminütigen Clip „AI“ gestaltet, der großteils das beinahe völlig verpixelte Gesicht einer Person zeigt. Nur ein Auge ist klar erkennbar und vermittelt eine gewisse Unruhe.

Die Person wird von einer Stimme aus dem Off befragt, warum sie in der Psychiatrie gelandet ist. „Ich bin nicht ganz wie andere Menschen“, erfährt man darauf. Dabei gehe es dem Befragten doch nur darum, das Piano zu spielen - woraufhin kurze Sequenzen von Klavierspielern zwischengeschnitten werden. Die Pixel wurden einer Aussendung des Festivals zufolge über eine historische Aufnahme von 1961 gelegt. Vergangenheit und technologisch beeinflusste Gegenwart verschmelzen auf diese Weise.

Martel hat in ihrer Karriere zwar nur vier Spielfilme gedreht - ihre jüngste Arbeit „Zama“ feierte 2017 beim Filmfestival in Venedig Premiere -, gilt aber dennoch als „eine der bedeutendsten Vertreterinnen des Gegenwartskinos“, so die Viennale. „Ihre Werke sind höchst eigenständige Beiträge zur Filmgeschichte, die vielfach lesbar und endlos reizvoll im scheinbar Banalen die Komplexität der menschlichen Existenz zu erfassen suchen.“ Für Festivaldirektorin Eva Sangiorgi ist Martel „eine der interessantesten und proaktivsten Regisseurinnen des zeitgenössischen Kinos. Sie ist ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten von Bild und Ton.“

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