Letztes Update am So, 22.09.2019 07:12

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNO begrüßt Houthi-Initiative zu Angriffsstopp auf Arabien



Die UNO hat die Ankündigung der Houthi-Rebellen im Jemen begrüßt, alle Angriffe auf Saudi-Arabien zu stoppen. Eine Umsetzung der Houthi-Initiative könne eine „kraftvolle Botschaft des Willens“ sein, „diesen Krieg zu beenden“, erklärte der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, am Samstag in New York.

Die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen hatten am Freitag verkündet, die Angriffe auf Saudi-Arabien einzustellen. Der Präsident des obersten politischen Rates der Rebellen, Mahdi al-Mashat, teilte mit, er hoffe, dass auf „diese Geste als Antwort eine noch größere Geste“ Saudi-Arabiens folge.

Saudi-Arabien reagierte mit Zurückhaltung auf die Ankündigung der Houthi-Rebellen. Außenminister Adel al-Jubeir erklärte am Samstag in Riad, seine Regierung beurteile andere Parteien „auf der Basis ihrer Taten und Handlungen, nicht auf der Basis ihrer Worte“. Man werde sehen, ob sich die Houthi-Rebellen an ihre Ankündigung hielten, erklärte Jubeir weiter.

Griffiths betonte, es sei wichtig, „die Gelegenheit zu ergreifen und die nächsten notwendigen Schritte zu gehen“, um die Gewalt zu reduzieren.

Die Houthi-Ankündigung war erfolgt, nachdem die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Stellungen der vom Iran unterstützten Rebellen im Jemen angegriffen hatte. Es waren die ersten Luftangriffe seit den Drohnenattacken auf Ölanlagen in Saudi-Arabien vor einer Woche, zu denen sich die Houthi-Rebellen bekannt hatten. Die USA und Saudi-Arabien machten dagegen den Iran für die Angriffe verantwortlich. Teheran wies jede Verantwortung zurück.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi und den Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt als die schlimmste humanitäre Krise der Welt.




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