Letztes Update am So, 22.09.2019 14:31

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Labour immer noch uneinig über Entscheidung über Brexit-Kurs



Die britische Oppositionspartei Labour ist nach wie vor uneinig über ihren Brexit-Kurs. Parteichef Jeremy Corbyn sagte am Sonntag am Rande der Labour-Jahreskonferenz in Brighton der BBC, er werde eine Sonderkonferenz oder ein Treffen einberufen, um die Haltung der Partei festzulegen. Dafür erntete er sofort Widerspruch.

Die Partei sollte sofort darüber entscheiden, wofür sie in einem etwaigen neuerlichen Referendum über den EU-Austritt oder Verbleib Großbritanniens werben wolle, sagte die außenpolitische Sprecherin von Labour, Emily Thornberry, ebenfalls am Rand des Parteitags am Sonntag: „Ich meine, dass dieser Parteitag das klären sollte.“

Teile von Labour wollen, dass Großbritannien in der EU bleibt, andere bestehen dagegen auf einem Austritt. Corbyn selbst bezog keine Position: „Ich bin stolz auf die Demokratie in der Partei und ich werde selbstverständlich alles mittragen, was die Partei beschließt.“

Am Samstag scheiterte in Brighton der Versuch des linken Parteiflügels, den Posten des stellvertretenden Parteivorsitzenden abzuschaffen. Parteivize ist derzeit Tom Watson. Watson fordert im Gegensatz zu Corbyn ein neues Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU vor Neuwahlen. Corbyn strebte bisher eine Volksbefragung erst nach Wahlen an. Anhänger von Corbyn werfen Watson Illoyalität vor. Kritisiert werden auch Vorwürfe Watsons, Corbyn unternehme zu wenig gegen antisemitische Tendenzen in der Partei.

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Corbyn sprach sich gegen den Antrag des linken Parteiflügels zur Abschaffung des Partei-Vizes aus, plädierte aber für eine Überprüfung der Posten des Stellvertreters und anderer Ämter, die den Parteichef unterstützen sollen.




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