Letztes Update am Mo, 23.09.2019 17:43

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mögliches Fluchtauto nach Juwelier-Überfall in Wien gefunden



Nach dem Überfall auf einen Juwelier in Wien-Floridsdorf am Montagvormittag haben die Täter offenbar auf der Flucht einen kapitalen Unfall gebaut. Bei einem bei einer Abfahrt von der A5 (Nord-/Weinviertelautobahn) gefundenen, stark beschädigten Pkw handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um das Fluchtauto, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich. Vermutlich überschlugen sich die Räuber.

Dittrich zufolge wurden in dem dunklen Wagen Schmuckschatullen gefunden. Ob sich darin noch etwas befand, war zunächst unklar. Tatortermittler arbeiteten an dem Wagen, um allfällige Spuren der Täter zu finden und sicherzustellen, dass es sich um das Fluchtauto handelte. Die Zeugenbeschreibung war jedenfalls zutreffend, ein Unsicherheitsfaktor war das Kennzeichen - dabei handelte es sich nämlich nicht um das beschriebene.

Von den beiden Räubern fehlte unterdessen jede Spur. Sie waren gegen 9.30 Uhr mit einer Schreckschusspistole in das Geschäft im Amtsgebäude Am Spitz gekommen und hatten mehrere Schüsse abgegeben. Sie schlugen zumindest eine Vitrine ein. Zwei Angestellte - eine Frau und ein Mann - wurden verletzt.

Mit einer Beute in bisher unbekannter Höhe flüchteten die beiden Männer zunächst zu Fuß in Richtung Schwaigergasse, wo sie offenbar das Auto geparkt hatten. Dabei wurden sie vom Juwelier verfolgt, der ebenfalls verletzt wurde. Auf der Kreuzung Am Spitz/Prager Straße ließen sie eine Schachtel fallen und rannten weiter. Am Eck Am Spitz/Schwaigergasse stießen sie vor einer Bankfiliale eine Passantin um, sprinteten weiter in die Schwaigergasse, sprangen in den Wagen und brausten davon.

Bei den Tätern handelte es sich um zwei junge und durchschnittlich große Männer, von denen zumindest einer einen Bart hatte. Andere Zeugen berichteten darüber hinaus, dass einer eine rote Jacke trug.

Die Polizei, die laut Dittrich um 9.37 Uhr alarmiert wurde, löste einen Großeinsatz aus. An der Fahndung waren unter anderem Polizeihubschrauber und die Wega beteiligt. Die Suche wurde schnell auf Niederösterreich ausgedehnt. Auch das Eko Cobra war eingesetzt. Laut Berufsrettung waren die Verletzungen der drei Opfer als leicht einzustufen.




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