Letztes Update am Mo, 23.09.2019 18:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bierlein betont in New York „Menschenrecht auf Gesundheit“



Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat am Montag in New York die „Verwirklichung des Menschenrechts auf Gesundheit“ und „die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern weltweit“ eingefordert. Im Rahmen eines „Treffens zur universellen Gesundheitsversorgung“ bei der UNO-Vollversammlung sagte Bierlein, diese Aspekte seien für eine nachhaltige Entwicklung unabdingbar.

Im Jahr 2017 seien 6,3 Millionen Kinder und Jugendliche „an Krankheiten gestorben, die leicht hätten verhindert werden können“. Daher müsste ein besonderer Schwerpunkt auf die Armutsbekämpfung und die Verbesserung der Gesundheitsversorgung gesetzt werden. Das sei gleichermaßen eine Investition „in Humankapital sowie in die soziale und wirtschaftliche Entwicklung“.

Zudem sollten „geschlechtsspezifische Ungleichheiten“ beseitigt werden, forderte Bierlein. Dazu müssten „die Bedürfnisse von Frauen jeden Alters und ihrer Kinder in besonderem Maße berücksichtigt werden“. Frauen und Kinder seien nach wie vor „am stärksten gefährdet“, warnte die frühere Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs im Rahmen des „High Level Forum for Universal Health Coverage“.

Nicht zuletzt müsse aber weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert werden, „um schneller auf neue medizinische Herausforderungen reagieren zu können“, sagte die Bundeskanzlerin. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir dazu einen stärkeren Dialog zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor fördern müssen.“

Weiters hatte Bierlein am Montag bilaterale Termine mit den Schwerpunkten Entwicklungszusammenarbeit und Frauenthemen auf ihrem Programmzettel, darunter Treffen mit Ministerpräsident Lotay Tshering aus Bhutan und den Amtskolleginnen aus Barbados (Mia Mottley), Norwegen (Erna Solberg) und Island (Katrin Jakobsdottir, gemeinsam mit Bundespräsident Van der Bellen).

Vor dem Rückflug nach Wien ist am Dienstag noch ein Termin mit Armeniens Regierungschef Nikol Paschinian vorgesehen. Zudem wird die Bundeskanzlerin der Columbia University und im Rahmen des „World Leaders Forum“ einen Vortrag zum Thema „Freedom, Security & the Rule of Law – a European Perspective“ halten.




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