Letztes Update am Mo, 23.09.2019 22:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Merkel, Johnson, Macron: Iran schuld an Attacke auf Ölanlage



Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben in einer gemeinsamen Erklärung den Iran für die Luftangriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht. Es gebe „keine andere Erklärung“ für die Attacken vor gut einer Woche, erklärten die drei Politiker am Montag.

Die drei Länder riefen den Iran am Montag in einer gemeinsamen Erklärung zugleich auf, sich zu Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit zu erklären. Es sei an der Zeit, dass der Iran langwierige Gespräche über sein Atomprogramm sowie Sicherheitsfragen in der Region akzeptiere, sagte die drei Politiker bei einem Treffen im Vorfeld der UN-Generaldebatte in New York. Sie warnten Teheran vor einer weiteren „Provokation“.

Der Iran gab Stunden zuvor den seit Mitte Juli in der Straße von Hormuz festgehaltenen britischen Öltanker „Stena Impero“ frei: „Wie schon berichtet, sind die juristischen Untersuchungen abgeschlossen und die Verstöße des Schiffes wurden verziehen“, sagte Regierungssprecher Ali Rabiei am Montag. Wann das der Fall sein werde beziehungsweise ob das Schiff bereits den Iran verlassen hat, sagte Rabiei nicht.

Die Entscheidungen vor Ort zeigten, dass der Tanker losfahren dürfe, so der Sprecher laut Fars Nachrichtenagentur. Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf beschlagnahmt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben. Die juristischen Untersuchungen in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas hatten laut Teheran 65 Tage gedauert.




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