Letztes Update am Di, 24.09.2019 06:27

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hier gibt es nichts zu sehen: „Dialog im Dunkeln“



Es ist eine Ausstellung, bei der es nichts zu sehen gibt, zu hören, zu schmecken, zu riechen und zu tasten allerdings umso mehr. Vor zehn Jahren wurde „Dialog im Dunkeln“ in Wien eröffnet, die Expo, bei der blinde und sehbehinderte Guides durch eine völlig lichtlose Installation führen. Die Besucher können dabei eine Stunde nichts sehen.

Sie riechen aber den Waldboden, hören, wie weit die Straße entfernt ist und tasten sich an der Bartheke zu ihrem Lieblingsgetränk voran. Mit der Installation sollte Sehenden ermöglicht werden, Alltagssituationen blinder Menschen zu erleben. Ziel war - und ist - der Abbau zwischenmenschlicher Barrieren. Am 25. September 2009 wurde die erste Expo auf der Freyung in der Wiener Innenstadt eröffnet.

Am kommenden Freitag gibt es zur Feier des zehnten Geburtstags von „Dialog im Dunkeln“ ein Fest mit Slampoetry, Musik, Festreden und Dialogen an der Dunkelbar statt, die - nomen est omen - in der völligen Finsternis geführt werden.

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