Letztes Update am Di, 24.09.2019 14:40

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizei fahndet nach Juwelierüberfall in Wien nach Täter



Nach dem Überfall auf einen Juwelier in Wien-Floridsdorf am Montagvormittag ist ein Täter namentlich bekannt. Die Polizei fahndet nach dem Weißrussen und seinem Komplizen, dessen Identität noch ungeklärt ist. Der identifizierte Räuber hat das Fluchtauto, mit dem das Duo nach der Tat einen kapitalen Unfall gebaut hat, eine Woche vor dem Überfall gekauft.

Nach ihm wird mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet, die Polizei veröffentlichte am Dienstag zudem Fotos des Mannes. Er sowie sein Komplize dürften sich auf der Flucht vor der Polizei mit dem Wagen, einem dunkel lackierten Pkw, bei einer Abfahrt der A5 (Nord-/Weinviertelautobahn) aufgrund zu hoher Geschwindigkeit mehrfach überschlagen haben. Das stark beschädigte Auto wurde nahe der Raststation Hochleithen sichergestellt. Bei dem Unfall dürften sich die Täter auch verletzt haben.

„Es muss damit gerechnet werden, dass die Männer bewaffnet und gewaltbereit sind“, warnte Polizeisprecher Markus Dittrich. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/31310 DW 33800 entgegen.

Die beiden Männer waren gegen 9.30 Uhr mit einer Schreckschusspistole in das Geschäft im Amtsgebäude Am Spitz gekommen und hatten mehrere Schüsse abgegeben. Sie attackierten und verletzten den Juwelier mit einem Sessel. In weiterer Folge schlugen sie damit auch zumindest eine Vitrine ein. Die Tochter des Juweliers erlitt Schnittwunden. Das Duo erbeutete diversen Schmuck, die genaue Schadenshöhe war am Dienstag noch unklar, ehe sie zunächst zu Fuß flüchteten. Der Juwelier rannte ihnen noch nach, wurde von den Räubern aber mit Schlägen an der Verfolgung abgehalten. Am Eck Am Spitz/Schwaigergasse stießen sie vor einer Bankfiliale eine Passantin um, sprinteten weiter in die Schwaigergasse, sprangen in den Wagen und brausten davon.

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