Letztes Update am Di, 24.09.2019 15:42

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


48-Jähriger starb bei Frontalcrash in Kärnten



Ein 48-jähriger Kärntner ist Dienstagfrüh bei einem Frontalzusammenstoß auf der Friesacher Straße (B317) im Bezirk St. Veit an der Glan ums Leben gekommen. Laut Polizei war der Autolenker aus vorerst unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen einen Lkw geprallt. Am Dienstag war ein Ausbau der vierspurigen Straße, die keine Mitteltrennung hat, erneut Thema.

Der Unfall hatte sich gegen 7.30 Uhr auf regennasser Straße in der Gemeinde Kappel am Krappfeld ereignet. Der 48-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Lenker, ein 44-jähriger Bulgare, erlitt einen schweren Schock, blieb aber ansonsten unverletzt. Er wurde ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Die B317 war für die Zeit der Erhebungen und Aufräumarbeiten - der Pkw wurde völlig zerstört, der Lkw schwer beschädigt - für den gesamten Verkehr gesperrt, eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.

Nur wenige Kilometer entfernt hatte sich Anfang August ein schwerer Frontalzusammenstoß auf der B317 ereignet, bei dem vier Personen ums Leben gekommen waren. Die fast durchgehend vierspurige Straße, welche die Klagenfurter Schnellstraße (S37) mit der Murtal Schnellstraße (S36) verbindet, hat keine Mitteltrennung, immer wieder kam es in der Vergangenheit zu schweren Frontalzusammenstößen. Seit Jahren laufen die Diskussionen um einen Ausbau der Straße.

Am Dienstag kündigte der zuständige Landesrat, Martin Gruber (ÖVP), Verhandlungen über einen Sicherheitsausbau der gesamten Straße zwischen Klagenfurt und der Kärntner Landesgrenze im Norden an. Mitte Oktober soll es dazu Gespräche mit der Asfinag geben. Das Gesamtprojekt würde „mindestens 220 Millionen Euro“ kosten, was Kärnten nicht allein stemmen könne. Als Übergangslösung, beziehungsweise im Fall einer Ablehnung der Pläne durch die Asfinag, schweben Gruber andere Maßnahmen vor. Eine davon wäre die Aufgabe einer Fahrspur zugunsten einer Betonleitwand - damit wäre die Fahrbahn abwechselnd ein- und zweispurig. Eine andere Variante wäre eine Stahlleitwand in der Mitte wie bei Autobahnbaustellen: Das würde ein Überholverbot für Lkw und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 oder überhaupt 60 km/h bedeuten.

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