Letztes Update am Mi, 25.09.2019 09:54

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Moon Jae-in will Friedenszone zwischen Süd- und Nordkorea



Südkoreas Präsident Moon Jae-in will die militärische Pufferzone zwischen beiden koreanischen Staaten mit Hilfe der Vereinten Nationen in eine „internationale Friedenszone“ verwandeln. Den Vorschlag machte Moon vor der UN-Vollversammlung am Dienstag (Ortszeit) in New York.

Er äußerte die Hoffnung, dass eine solche Zone eingerichtet werden könne, sobald Nordkorea ernste Anstrengungen zur atomaren Abrüstung unternimmt. „Die Schaffung einer internationalen Friedenszone wird eine institutionelle und realistische Garantie für Nordkoreas Sicherheit sein“, sagte Moon in Anspielung an Pjöngjangs Forderungen an die USA nach glaubwürdigen Sicherheitsgarantien.

Moon hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un seit 2018 viermal getroffen, zwei bilaterale Gipfeltreffen im Grenzort Panmunjom in der demilitarisierten Zone (DMZ) und ein Gipfel in Pjöngjang eingeschlossen. Beide hätten sich unter anderem auf den „friedlichen Nutzen“ der DMZ geeinigt, sagte Moon. Anders als in der Vergangenheit habe es seit der Unterzeichnung eines bilateralen Militärabkommens im September 2018 keine Konfrontation mehr gegeben.

Die stark befestigte und zum großen Teil noch verminte DMZ trennt die koreanische Halbinsel seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) auf einer Breite von vier Kilometern und einer Länge von etwa 250 Kilometern. Die südkoreanischen Streitkräfte würden etwa 15 Jahre brauchen, um die etwa 380.000 Anti-Personenminen in der DMZ zu beseitigen, sagte Moon. In Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft einschließlich der UN-Minenräumaktion würde die Transparenz und Stabilität der Räumaktionen gewährleistet.

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