Letztes Update am Mi, 25.09.2019 13:16

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steiermark unterstützt Kulturhauptstadt-Bewerbung



Im November wird entschieden, welche österreichische Stadt die Kulturhauptstadt Europas 2024 wird. Das Salzkammergut - mit Bad Ischl an der Spitze - geht neben St. Pölten und Dornbirn ins Rennen. Die Bürgermeister des steirischen Teils des Salzkammerguts haben am Mittwoch ihre Pläne vorgestellt. Landesrat Christopher Drexler (ÖVP) kündigte die Unterstützung der Bewerbung und Mitfinanzierung an.

In mehr als 20 Gemeinden der Region Salzkammergut laufen die letzten Vorbereitungen, um sich Anfang November vor einer internationalen Expertenjury unter dem Gesamtthema „Salz und Wasser“ zu präsentieren. „Das Salzkammergut, die einstige Enklave Österreichs, wird ein Substrat für Kunst, Kultur und regionale Innovation. Mit der Kraft der Kultur erschaffen wir ‚the new salt‘“, heißt es dazu programmatisch im Bewerbungskonzept zur Kulturhauptstadt 2024. Für das steirische Salzkammergut sind Altaussee, Bad Aussee, Grundlsee und Bad Mitterndorf mit dabei. Am 12. November wird die Jury die Entscheidung bekanntgeben.

Die Zuerkennung der Kulturhauptstadtregion Salzkammergut 2024 wäre aus Sicht von Kulturlandesrat Drexler „eine Riesenchance und ein Meilenstein in der Regionalentwicklung rund um das Ausseerland, die kulturelle Positionierung der gesamten Region und die internationale Wahrnehmbarkeit des Kulturlandes Steiermark insgesamt“. Am Donnerstag werde ein Antrag eingebracht, mit dem sich das Land Steiermark grundsätzlich zur Bewerbung und zur finanziellen Unterstützung der vier steirischen Gemeinden bekennt. Auf Basis eines Gesamtbudgets von 21 bis maximal 30 Millionen Euro ergebe sich laut Drexler für die Jahre 2020 bis 2025 jährlich ein steirischer Anteil von 160.000 bis 240.000 Euro.

„Wir wollen einen Anstoß geben, wieder in einem europaweit wahrnehmbaren Kontext zu beweisen, dass wir ein Kulturland sind“, begründete Drexler das finanzielle Engagement der Steiermark. Die Projekte und Aktionen, die für das Kulturhauptstadtjahr konzipiert werden, sollen der ganzen Region dienen, unterstrichen die Bürgermeister.

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Insgesamt habe man 17 Themenfelder erarbeitet, die „auf dem, was wir haben“ aufbauen, schilderte Franz Frosch, Bürgermeister von Bad Aussee. Auf der Habenseite der „Trachtenhauptstadt“ befänden sich etwa „kulturell sehr hochwertige Gebäude, Brauchtum, Trachten“. Den Erhalt der Baukultur hob auch Gerald Loitzl, Bürgermeister von Altaussee hervor. Zudem sei Altaussee geprägt von Bergbau und schon immer ein „Tintenfass“ gewesen, wo Schriftsteller ihre Sommerfrische verbrachten. Darauf, aber auch die Geschichte rund um den Schutz von Kulturgütern im Salzbergwerk werde man thematisch abzielen: „Es ist eine Chance unsere Vergangenheit aufzurollen, neu zu beleuchten und gewisse Angebote neu zu erschaffen“, hielt Loitzl fest.

„Holzwirtschaft damals und Tourismus heute“, das sind nach Bürgermeister Klaus Neuper zwei thematische Anker, die Bad Mitterndorf ins Gesamtkonzept einbringen will. Grundsätzlich umriss Neuper: „Es ist nicht so wichtig, die jeweils örtlichen Vorteile hervorzukehren, aber sich Gedanken zu machen, was unsere Stärken sind, wo wir hinwollen, das ist ein wichtiger Prozess für die gesamte Region. Dieser Prozess ist im Gang.“




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