Letztes Update am Do, 26.09.2019 00:07

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg schlug Rapid mit Mühe, Austria-Schlappe in Wattens



Salzburg hat am Mittwoch bei Rapid mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung mit Mühe das Achtelfinale des ÖFB-Cups erreicht. Rapid war nach zwei Gelb-Roten Karten in der Verlängerung nur mehr zu neunt. Die Wiener Austria kam beim Bundesliga-Aufsteiger Wattens 2:5 unter die Räder. Sturm Graz gewann bei Austria Klagenfurt 4:2 nach Verlängerung. Weiter sind auch der LASK, der WAC, Altach und Ried.

Red Bull Salzburg hat sich am Mittwoch mit Mühe ins Achtelfinale des ÖFB-Cups gekämpft. Die Salzburger rangen Rapid, das nach zwei Gelb-Roten Karten in der Verlängerung nur mehr zu neunt war, mit 2:1 (1:1,0:0) nieder. Den entscheidenden Treffer erzielte Takumi Minamino in der 121. Minute. Davor hatte Koya Kitagawa (56.) die Salzburger Führung durch Dominik Szoboszlai (50.) ausgeglichen.

Rapid musste nach Gelb-Rot für Kapitän Stefan Schwab (65.) und Youngster Dalibor Velimirovic (90.+4) in der Verlängerung mit zwei Mann weniger auskommen, verteidigte sich vor 20.400 Zuschauern aber lange Zeit geschickt. Als alles bereits auf ein Elfmeterschießen hindeutete, schlug Minamino doch noch zu. Der Japaner traf nach einem Querpass von Rasmus Kristensen aus kurzer Distanz - ein Lucky Punch.

Wattens-Youngster Kelvin Yeboah vertiefte die Krise der Wiener Austria. Der 19-jährige Sohn des ehemaligen ghanaischen Teamspielers Anthony Yeboah schoss die Gäste beim 5:2-Sieg im Viererpack k.o.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Oberhaus-Aufsteiger Wattens startete - im Gegensatz zur Liga im eigenen Stadion - stark und fand gleich zwei gute Chancen vor: Erst setzte Florian Toplitsch allein vor Goalie Ivan Lucic den Ball neben das Tor (2.), dann jagte Swoboda aus guter Position den Ball weit darüber (8.). Dass es wenig später „klingelte“, überraschte nicht: Wattens hebelte die Abwehr mit einer schnellen Aktion aus, nach einer Flanke hatte Kelvin Yeboah aus wenigen Metern keine Mühe (10.).

Die Austria, die im Vergleich zum jüngsten 2:0 in Altach nur Thomas Ebner durch James Jeggo ersetzte, reagierte aber gut. Drei Minuten später schloss Goalgetter Christoph Monschein nach Schuss von Alexander Grünwald und einem Abpraller zum 1:1 ab. Eine echte Steigerung in Violett blieb danach aber aus, es war die einzige brauchbare Phase der Gäste, die in der Offensive keine nennenswerten Chancen verzeichneten.

Die neuerliche Führung durch Benjamin Pranter kurz vor der Pause (42.) war verdient und läutete den Untergang der Elf von Trainer Christian Ilzer ein. Nach Wiederbeginn trat Yeboah vor den Augen seines Vaters, der auch bei Eintracht Frankfurt und den HSV gekickt hatte, mit einem lupenreinen Hattrick in Erscheinung - seinen fünften Treffer verhinderte nur die Latte (60.).

20 Minuten vor dem Ende war die Pleite für die Austria bittere Gewissheit, der zweite Treffer Monscheins im Finish (87.) änderte nichts daran. Es war bereits die siebente Niederlage im 12. Saisonpflichtspiel, der kleine Hoffnungsschimmer nach dem jüngsten 2:0-Erfolg gegen Altach am vergangenen Wochenende ist wieder verschwunden.

Vorsaison-Halbfinalist LASK - mit sechs Neuen, u.a. Stürmer Marko Raguz, Mittelfeldmann Valentino Müller und Verteidiger Emanuel Pogatetz - hatte bei der Wiener Viktoria wenig Mühe. In der 11. Minute traf Thomas Goiginger die Stange, ehe Peter Michorl per Freistoß die Führung besorgte: Den aufspringenden Ball brachte Viktoria-Goalie Günther Arnberger nicht unter Kontrolle (13.).

Die Oberösterreicher waren abgesehen von einigen „Nadelstichen“der Truppe von ÖFB-Team-Rekordtorschütze Toni Polster drückend überlegen, machten durch Goigingers 2:0 wenige Sekunden nach Wiederbeginn alles klar. Nach Stundenfrist legte der Offensivmann nach (61.). Viktoria-Goalgetter Dominik Rotter schaffte den verdienten Ehrentreffer (65.), ehe Raguz (76.) den Endstand fixierte.

Erst in der Verlängerung hat sich Sturm Graz am Mittwoch ins Achtelfinale des österreichischen Fußball-Cups gezittert. Letztlich siegten die Steirer bei Zweitligaleader Austria Klagenfurt 4:2 und sind ebenso weiter wie der WAC, Altach und die SV Ried. Den höchsten Erfolg holte dabei der WAC, der das Stadtderby gegen den ATSV Wolfsberg samt eines Dreierpacks von Shon Weissman 6:0 gewann.

Sturm musste im Karawankenblick-Stadion hart arbeiten, lag nach der frühen Führung durch einen Köpfler Thorsten Röchers nach Flanke von Kiril Despodow (6.) im Finish sogar mit 1:2 in Rückstand. Petar Zubak (44.) und Oliver Markoutz (76./Elfer) hatten die Hausherren nicht unverdient in Führung gebracht, ehe Jakob Jantscher ebenfalls vom „Punkt“ seine Truppe in die Verlängerung schoss - auch weil Daniel Steinwender (91.) und Patrick Greil (93.) in der Nachspielzeit zwei Matchbälle für die Austria vergaben. Im letzten Akt hatten die Steirer den längeren Atem, Juan Dominguez (100.) und Ivan Ljubic (111.) sorgten für die Entscheidung zugunsten der Truppe von Trainer Nestor El Maestro.

Der WAC gab sich im Stadtduell keine Blöße. Das Sensationsteam des Europa-League-Auftaktes setzte sich beim Regionalligisten ATSV Wolfsberg mit 6:0 (2:0) durch und fuhr den siebenten Pflichtspielsieg in Serie ein. Der israelische Goalgetter Shon Weissman traf in dreifacher Ausführung (15., 29., 55.). Die weiteren Tore erzielten Dominik Baumgartner (75.), Anderson Niangbo (83.) und Marc Andre Schmerböck (86.).

Altach besiegte den Regionalligisten Hertha Wels dank Treffern von Manuel Thurnwald (6.), Mergim Berisha (39.), Johannes Tartarotti (59.) und Bernd Gschweidl (86.) mit 4:1. Die SV Ried behielt in einem dramatischen Zweitliga-Duell mit Vorwärts Steyr auswärts mit 4:3 die Oberhand. Das entscheidende Tor erzielte Manuel Kerhe erst in der 95. Minute, kurz davor hatte Ex-Rieder Alberto Prada (90.) auf 3:3 gestellt.




Kommentieren