Letztes Update am Do, 26.09.2019 14:19

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regierung beschloss „Pakt für Arbeit“ in der Steiermark



Der steirische LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) hat am Donnerstag nach der Regierungssitzung ein Sicherheitspaket um rund 4,2 Millionen Euro für Feuerwehren, Bergrettung und andere Einsatzorganisationen präsentiert. Der SPÖ-Chef meldete, dass in der Regierung auch der „Pakt für Arbeit“ - eine Art steirische Aktion 20.000 - beschlossen worden sei.

Der „Pakt für Arbeit“ wurde mit mehr als 3 Millionen Euro einstimmig beschlossen, sagte Schickhofer. In dieser steirischen „Aktion 20.000“ sollen rund 300 ältere Langzeitarbeitslose einen Job erhalten. Die Kosten belaufen sich laut Schickhofer auf 6,7 Millionen Euro, wobei das AMS rund 4,5 Millionen Euro und das Sozialressort des Landes Steiermark 2,2 Millionen Euro übernehmen würden. Weitere Maßnahme ist der Ausbau an Arbeitsstiftungen. Weiters seien am Donnerstag der Kautionsfonds des Landes, mit 200.000 Euro dotiert, und der Heizkostenzuschuss mit 1,65 Millionen Euro beschlossen worden.

In seiner Eigenschaft als Katastrophenschutzreferent freue er sich, dass er ein Sicherheitspaket für u.a. Feuerwehren und Bergrettung der Landesregierung zum Beschluss vorlegen habe können. Er gehe bei allen Punkten von einer Zustimmung in der Regierungssitzung kommende Woche aus.

Bei dem Paket handle es sich um 1,3 plus 2,9 Millionen Euro, ersteres sei u.a. für die Bergrettung für die Beschaffung von 500 Lawinen-Airbags bzw. robuste und leichte Titantragen, gesamt rund 300.000 Euro. Ferner würden von dem Geld Ultraschallgeräte für rund 20 Notarzt-Einsatzfahrzeuge (250.000 Euro), Landesfeuerwehrkommando-Modernisierung (50.000 Euro) oder die Entgeltfortzahlung für Einsatzkräfte in Großschadensfällen bezahlt. Hier gibt es 200 Euro pauschal pro Tag pro Arbeitnehmer für Arbeitgeber. In den 2,9 Millionen Euro wiederum seien moderne Einsatzmittel und Spezial-Katastrophenschutz-Geräte für die Feuerwehren enthalten.

Aufgewertet werden solle auch der Sim Campus, das frühere LKH in Eisenerz. Dieser solle - in Situationen wie etwa im schneereichen Jänner 2019 auch ein Notspital werden können, das im Falle des Falles „rasch auf Realbetrieb hochgefahren“ werden könne. Schickhofer betonte aber, dass es sich dabei nicht um ein neues Spital handle. Weiters finde die steirische Höhlenrettung in einem Nebengebäude des Sim Campus - der sich kürzlich bei der großen internationalen Rotkreuz-Übung bewährte - endlich ein Quartier und eine Zentrale für ihr Gerät.




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