Letztes Update am Fr, 27.09.2019 05:15

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weitere Vorwürfe gegen Trump in Ukraine-Affäre



In der Affäre um möglichen Machtmissbrauch durch US-Präsident Donald Trump sind Vertuschungsvorwürfe laut geworden. Mehrere führende Regierungsmitarbeiter hätten sich intensiv bemüht, einen Zugriff auf das Protokoll des Telefonats zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu verhindern, sagte der anonyme Hinweisgeber in einer Beschwerde an den US-Kongress am Donnerstag.

Die Angaben des Hinweisgebers stützen diese Vorwürfe: Im Rahmen seiner Arbeit habe er Informationen mehrerer Regierungsmitarbeiter erhalten, dass der US-Präsident „die Macht seines Amtes nutzt“, um die Einmischung eines anderen Landes in die US-Wahlen 2020 zu erreichen. In der Regierungszentrale habe es tiefe Besorgnis über das Telefonat und über einen möglichen Amtsmissbrauch des Präsidenten gegeben, erklärte der Whistleblower.

Der Koordinator der US-Geheimdienste, Joseph Maguire, verteidigte den Hinweisgeber. „Ich denke, dass der Whistleblower das Richtige getan hat“, sagte Maguire bei einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses. Er sei überzeugt, dass der Informant „durchweg in gutem Glauben“ gehandelt und stets die Gesetze befolgt habe. Und er fügte hinzu: „Ich glaube, dass alles in dieser Angelegenheit beispiellos ist.“




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