Letztes Update am Fr, 27.09.2019 11:52

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kogler mit Schlussappell zur Rückkehr ins Parlament



Mit einem abschließenden Mobilisierungsaufruf haben die Grünen am Freitag den Abschluss ihres Nationalratswahlkampfs begangen. Spitzenkandidat Werner Kogler äußerte dabei unter freiem Himmel im Wiener Sigmund-Freud-Park die Hoffnung, die gegenwärtig gute Stimmung für die Grünen in Stimmen umzuwandeln zu können.

„Einen glaubwürdigen, engagierten, durchaus auch kompetenten Klimaschutz, den kriegst du in der Regel nur mit den Grünen“, sagte er vor einer guten Hundertschaft von Anhängern. Die vergangenen zwei Jahre hätten die Grünen im Parlament gefehlt, viele Gesetze und Verordnungen seien von einer „Allianz von Klimaleugnern und Unterlassungstätern“ auf den Stand „hinter Zwentendorf“ zurückgedreht worden.

Im echten politischen Leben seien die Grünen hier oft alleine an vorderster Front. Man wolle „rein ins Solarzeitalter, raus aus dem Fossilzeitalter“. Kogler sah sich dabei mit den Kindern und Jugendlichen auf einer Linie, die im Zuge der „Fridays for Future“ nicht mehr warten wollten: „Sie haben Recht.“ Bei seiner Rede hielt er ein Schild mit der Aufschrift „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt!“ in Händen.

Der Spitzenkandidat erinnerte an den Gründungssatz seiner Partei: „Wir wollen eine solidarische Gesellschaft freier Menschen in einer intakten Umwelt.“ Dafür brauche es die Grünen, „dafür wollen wir wieder ins Parlament“. Offensichtlich an Liste-Jetzt-Wähler war sein Aufruf gerichtet, nicht jemandem seine Stimme zu geben, der mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit gar nicht ins Parlament kommen werde.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Inhaltlich betonte Kogler seine Überzeugung, dass Umweltschutz, Gerechtigkeit und Wirtschaft unter einen Hut zu bringen seien. Diesen wolle man auch dem Parlament aufsetzen, „weil sonst ist es ein bissl nackert“. Man sei zur grünen Bündnispartei geworden, einer Bewegung für Ökologie und Gerechtigkeit. Und auch gegen die „Neigungsgruppe Korruption und Rechtsextremismus“ stelle man sich. Kogler: „Wir sind nicht käuflich, wir sind nur wählbar.“

Vor Kogler war die Listenzweite Leonore Gewessler am Wort. Sie betonte, dass die Menschen längst verstanden hätten, worauf es angesichts der Klimakrise ankomme. „Die Mitmachbewegung der Menschen haben wir, was fehlt ist die Mitmachbewegung der Politik. Und dafür braucht es die Grünen.“




Kommentieren