Letztes Update am Fr, 27.09.2019 15:58

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rekordbeteiligung bei Klimademos in Österreich



Die „Earth-Strike“-Demonstration der Bewegung Fridays For Future hat am Freitag österreichweit zu einer Rekordbeteiligung geführt: Alleine in Wien waren laut einer internen Schätzung der Polizei rund 30.000 Personen auf der Straße. In Innsbruck waren es 16.000 bis 18.000. In Graz waren rund 8.000 Personen unterwegs, in Linz 9.000.

In Bregenz bezifferte die Exekutive die Teilnehmerzahl mit 4.000. In Innsbruck waren auch Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) dabei. Damit wurde schon zu Mittag die Zahl von 20.000 Menschen, die beim ersten großen Klimastreik am 15. März in Österreich auf die Straße gegangen sind, weit übertroffen. Zwischenfälle gab es bis Mittag keine. Die Polizei schloss aber nicht aus, dass es zu Straßenblockaden kommen könnte.

Es wurde am Freitag nicht nur ein rekordverdächtiger „Earth-Strike“, sondern bisher auch ein sehr friedlicher: Die Polizei in Wien musste höchstens dann und wann einen Demonstranten dazu bitten, sich wieder im Demozug einzufinden und nicht alleine vorneweg zu gehen.

Beim ersten großen Klimastreik am 15. März gingen in Österreich mehr als 20.000 Schüler und Studenten auf die Straße. An einem Streik mit der Fridays For Future-Bewegung und der jugendlichen Aktivistin Greta Thunberg am 31. Mai beteiligten sich in Wien 10.000 Personen.

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„Die „Earth Strike“-Demonstrationen bilden das große Finale der internationalen Klimaschutzwoche „Week for Future“. Bisher habe es im Rahmen der Streikwoche 6.383 Aktionen in 170 Ländern gegeben, berichtete die Klimaaktivistin Greta Thunberg, die am Freitag an einer Großkundgebung im kanadischen Montreal teilnehmen wird.

Eines ist sicher: Ruhig werden die Klimaaktivisten auch nach dem „Earth Strike“ nicht werden. Das werde erst passieren, wenn das 1,5-Grad-Ziel erreicht wird - unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht. Und bis dahin streike man unter dem Motto „Wir messen die Politik an den Taten, nicht an ihren Wahlplakaten“ weiter, kündigten Fridays For Future bereits im Vorfeld der heutigen Demonstration an.




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