Letztes Update am Fr, 27.09.2019 18:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Meinl-Reisinger glaubt an „kraftvolles“ Ergebnis



Die NEOS haben am Freitagabend ihren Wahlkampf mit einer Veranstaltung am Wiener Platz der Menschenrechte beendet. „Wir haben noch 48 Stunden“, rief Generalsekretär Nick Donig die Anhänger zu einem letzten Kraftakt beim Stimmenfang auf. „Ich weiß, dass das kraftvoll wird am Sonntag“, zeigte sich Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger überzeugt.

Ausgestattet mit pinken Fahnen und Luftballons waren die Kandidaten und Funktionäre, die zuvor an der Klimademo teilgenommen hatten, auf den Platz beim Museumsquartier eingezogen. Mit einer pinken Hüpfburg in Einhornform, einer Band und Getränken wurde für Partystimmung gesorgt. Auf einer großen Bühne präsentierten die Kandidaten aus den Bundesländern ein letztes Mal im Schnelldurchlauf, bevor Donig Spitzenkandidatin Meinl-Reisinger unter lautem Applaus und mit den Worten „die Mutter, die Abgeordnete, die Löwin, die uns die letzten sechs Wochen gezogen hat in diesem Wahlkampf“ auf die Bühne holte.

„Ihr habt mich getragen über die letzten Wochen“, bedankte sich diese wiederum bei ihren Anhängern. „Wir haben noch Zeit, Menschen zu überzeugen“, mobilisierte auch sie ein letztes Mal. In ihrer Rede erinnerte sie an die Szenen aus dem Ibiza-Video. „Ich möchte nie wieder die Neigungsgruppe Korruption und Rechtsextremismus in der Regierung sehen“, betonte sie. Wer das auch nicht wolle, für den gebe es nur eine Alternative „und das ist NEOS wählen“. „Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und das sind unsere Bedingungen: Bildung, Entlastung, Klima und anständige Politik“, nannte sie die Kernforderungen ihrer Partei. „Wenn ihr die Schnauze voll habt von intransparenter Politik, dann wählt ihr NEOS“, rief sie mit lauter Stimme.

Die anderen Kandidaten bekräftigten auf der Bühne ebenfalls Forderungen der Partei: Sepp Schellhorn sprach sich etwa für Bürokratie- und Steuerentlastung aus, Stephanie Krisper für die Stärkung des Rechtsstaats und der frühere „Kurier“-Herausgeber und Listenzweite Helmut Brandstätter für ein neues Medien- und ORF-Gesetz zur Stärkung unabhängiger Medien.

Drei Punkte seien klar, zeigte sich Generalsekretär Donig überzeugt: „Sebastian Kurz ist fix Kanzler“, die Grünen würden mit Sicherheit den Wiedereinzug ins Parlament schaffen und „FPÖ und ÖVP sind, wenn es sich ausgeht, fix zam“. Wer eine Möglichkeit für eine „anständige Alternative“ schaffen wolle, müsse am Sonntag die NEOS ankreuzen, forderte auch er.




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