Letztes Update am Sa, 28.09.2019 16:02

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rapid setzt vor Hartberg-Match auf wiedergewonnene Einheit



Bei Rapid ist vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Hartberg Frustbewältigung angesagt. Das bittere Cup-Out gegen Red Bull Salzburg steckt den Hütteldorfern noch in den Knochen. Eine vermeintlich einfache Aufgabe wartet mit Schlusslicht Admira auf Sturm Graz. Der SCR Altach will unterdessen im Heimspiel gegen den SV Mattersburg eine Trendwende einleiten.

Die Cup-Niederlage von Rapid bewirkte aber auch eine gewisse Aufbruchstimmung. Die Art und Weise, wie die Mannschaft nach dem Match von den Fans gefeiert wurde, lässt die Grün-Weißen optimistisch in die Zukunft blicken. Aber: „Wir müssen das Salzburg-Spiel beiseitelegen. Wichtig ist Hartberg, das wird eine komplett andere Partie“, meinte Trainer Dietmar Kühbauer. Allzu viele Personaländerungen wird er wohl nicht vornehmen: „Es sind vier Tage zwischen den beiden Partien, das dürften die Spieler schaffen“.

Die Hartberger wiederum müssen unter anderem mit großer Wahrscheinlichkeit auf Kapitän Siegfried Rasswalder verzichten, der sich einen Nasenbeinbruch zuzog. Nicht nur deswegen treten die Steirer in Wien als Außenseiter an. „Rapid hat gegen Salzburg eine bemerkenswerte Leistung geboten, aber wir wollen uns nicht verstecken, sondern mutig agieren“, betonte Trainer Markus Schopp. In den vier Liga-Partien der Vorsaison fuhr man mit dieser Taktik nicht schlecht - die Bilanz aus Hartberger Sicht steht bei zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage.

Sturm peilt gegen die Admira den fünften Saisonsieg an. „Wir dürfen diese Mannschaft auf keinen Fall unterschätzen, nur weil sie am Tabellenende steht“, warnte Coach Nestor El Maestro dennoch und zeigte sich überzeugt, dass die Abstimmung zwischen Defensive und Offensive nun besser sei. „Die Balance zu finden, ist ein permanenter Prozess“, stellte El Maestro klar. Dabei hat er alle Spieler zur Verfügung - auch Emanuel Sakic, der nach einem Mittelhandbruch mit Spezialschiene spielen könnte.

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„Wie Sturm spielt und effektiv ist, hat schon einen gewissen Charme“, befand Admira-Coach Klaus Schmidt. eine eigene Truppe („Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die extrem verunsichert war“) gab zuletzt beim 1:1 in St. Pölten den ersten Saisonsieg in letzter Minute aus der Hand und im Cup folgte das Ausscheiden in Ebreichsdorf. „Die Favoritenrolle ist klar verteilt, aber wir brauchen die Punkte mehr als Sturm“, erklärte der Steirer.

Die bisherige Saison verlief nicht nach dem Geschmack von Altach. In den vergangenen vier Runden setzte es drei Niederlagen, sieben Punkte aus acht Meisterschafts-Partien sind für die Ansprüche des derzeitigen Tabellenneunten zu wenig. „Wenn wir machen, was wir können, haben wir gute Chancen, zu gewinnen“, hoffte Trainer Alex Pastoor vor dem Spiel gegen Mattersburg.

Während die Altacher zuletzt immerhin mit einem klaren 4:1 bei Hertha Wels ins Cup-Achtelfinale einzogen, kam für die in der Bundesliga punktegleichen Mattersburger im Pokal-Bewerb in St. Pölten das Aus. Damit wurde die Freude über das 3:3 in der Vorwoche gegen Sturm Graz laut Coach Franz Ponweiser getrübt. „Das Spiel gegen Sturm war eine Moralinjektion, aber der Cup-Auftritt wieder sehr enttäuschend“, sagte der Burgenländer. „Es ist ein ständiges Auf und Ab, wir bekommen keine Konstanz rein.“ Der Coach nahm seine Mannschaft in die Pflicht. „In manchen Partien hat bei einigen Spielern die letzte Überzeugung gefehlt. In Zukunft werden wir nur noch auf Spieler bauen, die ständig ans Limit gehen“, kündigte Ponweiser an.




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