Letztes Update am So, 29.09.2019 06:34

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


LASK absolvierte souveräne EL-Generalprobe - WAC patzte



Österreichs Europa-League-Starter haben am Samstag in der Fußball-Bundesliga unterschiedliche Generalproben für ihre bevorstehenden internationalen Auftritte abgeliefert. Der LASK stimmte sich mit einem souveränen 3:0 in St. Pölten für die Partie am Donnerstag bei Sporting Lissabon ein, für den WAC gab es hingegen durch ein Heim-2:2 gegen WSG Tirol keine Moralinjektion vor dem Duell mit AS Roma.

Während die Wolfsberger vor allem die mangelnde Chancenauswertung beklagten, war LASK-Coach Valerien Ismael beinahe rundum zufrieden. „Wir haben insgesamt nichts anbrennen lassen und hatten die Kontrolle über das Spiel“, resümierte der Franzose. Allerdings bemängelte Ismael Nachlässigkeiten in der letzten halben Stunde, als man bereits 3:0 in Führung lag. „Da haben wir aus meiner Sicht teilweise zu viel zugelassen.“

Dieser Sichtweise schloss sich auch Peter Michorl an. „Bis zum 3:0 war es eine sehr gute Leistung, danach haben wir abgedreht. Wir haben immer gewusst, dass wir noch zulegen könnten, aber das sollte einer Spitzenmannschaft nicht passieren, dass man weniger macht“, sagte der Mittelfeldspieler und versprach: „Das wird uns gegen Sporting nicht passieren, sollten wir führen.“

Auch Ismael zeigte sich vor dem Trip in die portugiesische Hauptstadt zuversichtlich. „Meine Mannschaft hat eine unglaubliche Entwicklung genommen. Wir wissen, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können und reisen jetzt mit einem guten Gefühl nach Lissabon.“

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Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber für den LASK - Markus Wostry musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgetauscht werden. Dafür steht gegen Sporting in der Innenverteidigung der in St. Pölten wegen einer Sperre fehlende Petar Filipovic wieder zur Verfügung.

Frei von Personalsorgen ist der WAC, was aber den Ärger von Trainer Gerhard Struber über den Punkteverlust gegen Aufsteiger WSG Tirol, der sich auch dank toller Paraden von Ferdinand Oswald über einen laut Trainer Thomas Silberberger „Bonuspunkt“ freuen konnte, nicht minderte. „Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, gestand der 42-jährige Salzburger. „Wir sind sehr dominant aufgetreten, haben viele Chancen kreiert, aber was uns massiv gefehlt hat, war die letzte Konsequenz, Tore zu machen und die Führung stabil über die Zeit zu bringen.“

Der verpasste achte Pflichtspielsieg in Folge sei im Hinblick auf das zweite Europa-League-Abenteuer auch ein Schuss vor den Bug gewesen. Gegen Roma hofft Struber auf eine ähnliche Effizienz, wie sie seine Mannschaft beim sensationellen Auswärts-4:0 zum Europa-League-Auftakt gegen Mönchengladbach an den Tag gelegt hatte. „Es ist wieder ein großes Spiel für uns, wir wollen viel Schwung ins Spiel mitnehmen“, verlautete der WAC-Trainer.

Spieler hatte er für das Highlight in Graz gegen den italienischen Topclub keine geschont. „Bis Donnerstag ist viel Zeit und die Spieler sind in einem guten Fitnesszustand“, erläuterte Struber. Wie die Kärntner startete auch der LASK - mit einem Heim-1:0 gegen Rosenborg Trondheim - erfolgreich in die Gruppenphase. Neuerliche Siege am Donnerstag würden beide heimische Clubs dem Aufstieg ins Sechzehntelfinale deutlich näherbringen.




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