Letztes Update am So, 29.09.2019 09:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trump wettert in Video-Botschaft gegen US-Demokraten



Die Ukraine-Affäre ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump der „größte Betrug in der Geschichte der amerikanischen Politik“. Die Demokraten wollten den Menschen in den USA „alles“ nehmen. „Wir können das niemals zulassen“, sagte Trump in einer am Samstag (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft.

Sie „wollen Euch Eure Waffen wegnehmen, sie wollen Euch Eure Gesundheitsversorgung wegnehmen, sie wollen Eure Stimme wegnehmen, sie wollen Eure Freiheit wegnehmen“, führte Trump aus. „Wir dürfen das niemals zulassen. Weil unser Land wie niemals zuvor auf dem Spiel steht.“ Der US-Präsident sagte, die Gründe für das Vorgehen der Demokraten gegen ihn seien „sehr einfach“: „Sie versuchen, mich zu stoppen, weil ich für Euch kämpfe - und ich werde das niemals zulassen.“

Nach der Veröffentlichung der Videobotschaft sprach Trump in mehreren Tweets erneut von einer „Hexenjagd“ gegen ihn. Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff, der das Amtsenthebungsverfahren federführend betreibt, habe ihn wiederholt beleidigt und diffamiert und müsse aus dem US-Kongress ausscheiden.

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben Untersuchungen eingeleitet, die für Trump in einem Amtsenthebungsverfahren münden könnten. Dem Republikaner wird vorgeworfen, die Macht seines Amtes genutzt zu haben, um zu erreichen, dass sich ein anderes Land zu seinen Gunsten in die US-Wahl 2020 einmischt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Im Zentrum der Vorwürfe steht ein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Trump ermunterte seinen Amtskollegen zu Ermittlungen die seinem politischen Rivalen Joe Biden schaden könnten. Der US-Präsident wirft wiederum Biden vor, sich als Vize-Präsident unter seinem Vorgänger Barack Obama dafür eingesetzt zu haben, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Sowohl Trump als auch Biden weisen die jeweiligen Vorwürfe zurück.




Kommentieren