Letztes Update am So, 29.09.2019 12:34

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papst rief zum Schutz der Ausgegrenzten auf



Am Welttag der Migranten hat Papst Franziskus bei einer Messe auf dem Petersplatz am Sonntag die Gläubigen zum Schutz der Ausgegrenzten aufgerufen. Diese seien Opfer der heutigen „Kultur des Wegwerfens“. Der Papst betonte, dass die Privilegien von wenigen Reichen die Ausgrenzung einer zunehmenden Zahl von Menschen verursache.

„Die aktuelle Welt ist jeden Tag elitärer und grausamer mit den Ausgegrenzten“, warnte der Papst beim Angelus-Gebet. „Die Entwicklungsländer werden ihrer besten natürlichen und menschlichen Ressourcen zugunsten weniger privilegierter Märkte beraubt. Die Kriege betreffen zwar nur einige Regionen der Welt. Doch die Waffen werden in Ländern produziert, die nicht die Flüchtlinge aufnehmen wollen“, so der Papst. „Als Christen dürfen wir vor dem Drama von alter und neuer Armut, dunkler Einsamkeit und Diskriminierung nicht gleichgültig sein“, sagte der Papst.

Auf dem Petersplatz weihte der Heilige Vater eine Statue zu Ehren der Flüchtlinge ein. Die Bronzeskulptur des kanadischen Künstlers Timothy Schmalz zeigt eine Gruppe von Migranten aus verschiedenen Kulturen und historischen Perioden. „Ich wollte diese Skulptur auf dem Petersplatz sehen, damit sie uns an die evangelische Herausforderung der Aufnahme erinnert“, so der Papst.

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