Letztes Update am So, 29.09.2019 23:14

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mama Fraser-Pryce im Gold-Glück - 100 m Titel bei Doha-WM



Shelly-Ann Fraser-Pryce hat sich am Sonntagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschafen in Doha (Katar) den WM-Titel über 100 m geholt. Die Jamaikanerin gewann in der Jahresweltbestzeit von 10,71 Sekunden vor der Britin Dina Asher-Smith (10,83) und Marie-Josee Ta Lou von der Elfenbeinküste (10,90).

Für die 32-jährige Fraser-Pryce war es die erste WM-Medaille als Mutter, mit ihrem zweijährigen Sohn umjubelte sie im Khalifa Stadion auch ihren insgesamt vierten Titel über 100 m, sowie die achte Goldmedaille insgesamt. Auf der Ehrenrunde trug sie den Buben Zyon am Arm - vor allerdings leeren Zuschauerängen. Sie rückte sie in einem gemischten Ranking an die vierte Position. Dieses führt die US-Amerikanerin Allyson Felix an, die - ebenfalls aus der Babypause zurück - mit der Mixed-Staffel ihre insgesamt zwölfte Goldmedaille gewann.

Spektakulärer als erwartet war die Premiere des Mixed-Staffel-Bewerbes über 4 x 400 m verlaufen, da nicht Frau gegen Frau und Mann gegen Mann laufen mussten. Als einzige durchbrachen aber die Polen das Schema, Schlussläuferin Justyna Swiety-Ersetic rannte ausschließlich gegen männliche Konkurrenz, wurde nach 150 Metern aber eingeholt. Gold ging in der Weltrekordzeit von 3:09,34 Minuten an die USA, das bedeutete die 17. WM-Medaille für Felix.

Im Dreisprung schleuderte sich Christian Taylor zu seinem viertem WM-Gold. Der US-Amerikaner, Verlobter der österreichischen Hürdensprinterin Beate Schrott, landete nach mäßigem Beginn mit zwei ungültigen Versuchen bei 17,92 m. Landsmann Will Claye kam als sein größter Herausforderer auf dem Silberrang über 17,74 nicht hinaus. Der Weltrekord von Jonathan Edwards (1995/18,29 m) war nicht in Gefahr. Hugues Fabrice Zango gewann mit Bronze eine Medaille für Burkina Faso (17,66).

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Im Stabhochsprung wurde die Siegesserie von Katerina Stefanidi beendet, die seit 2016 mit Olympia, WM und zwei Europameisterschaften alle großen Meisterschaften gewonnen hatte. Die Griechin musste sich mit 4,85 und Bronze hinter der für das neutrale Team startenden Russin Anschelika Sidorowa (5,95) und der US-Amerikanerin Sandi Morris (4,90) begnügen.




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