Letztes Update am Mo, 30.09.2019 09:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Trauergottesdienst für Chirac mit Dutzenden Staatsgästen



Mit einem großen Trauergottesdienst nimmt Frankreich am heutigen Montag (12.00 Uhr) Abschied von seinem früherem Staatspräsidenten Jacques Chirac (1995-2007). Rund 30 Staats- und Regierungschef werden in der Pariser Kirche Saint-Sulpice erwartet, darunter der aktuelle französische Präsident Emmanuel Macron.

Aus dem Ausland nehmen auf höchster Ebene der russische Staatschef Wladimir Putin, die Staatsoberhäupter Deutschlands und Italiens, Frank-Walter Steinmeier und Sergio Mattarella, sowie der ungarische Premier Viktor Orban teil. Am Montag soll Chirac dann auch im kleinsten Kreis auf dem Pariser Friedhof Montparnasse beigesetzt werden.

Den ganzen Montag über herrscht in Frankreich Staatstrauer. Am Vormittag wird sich die Familie Chiracs bei einer Trauerfeier in der Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides im engsten Kreis von dem konservativen Politiker verabschieden. Es folgt eine militärische Trauerfeier. Anschließend wird ein Konvoi Chiracs Sarg in die zweitgrößte Pariser Kirche Saint-Sulpice bringen. Dort werden neben den ausländischen Staatsgästen auch die französischen Ex-Präsidenten Francois Hollande, Nicolas Sarkozy und Valery Giscard d‘Estaing dem am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorbenen Chirac die letzte Ehre erweisen. Am Nachmittag soll es eine Schweigeminute in Schulen und Behörden geben.

Während Chiracs Amtszeit gab es aufgrund französischer Atomtests im Südpazifik, gegen die Österreich vehement protestierte, sowie wegen der schwarz-blauen Koalition im Jahr 2000 und den darauffolgenden Sanktionen der EU-Partnerländer, für die sich Chirac stark machte, einige Friktionen zwischen Paris und Wien.

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