Letztes Update am Mo, 30.09.2019 13:01

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Laute Kritik aus FPÖ an Ex-Parteichef Strache



Nach dem Wahldebakel wird immer mehr Kritik an dem wegen des Ibiza-Skandals zurückgetretenen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache laut. „Hätte Strache nach Ibiza das gleiche getan wie Gudenus, wäre uns das erspart geblieben“, so etwa der niederösterreichische FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl. Gudenus war direkt nach Ibiza aus der Partei ausgetreten und hatte sich im Wahlkampf nicht zu Wort gemeldet.

Der steirische Parteichef Mario Kunasek sprach sich als erster offen für den Parteiausschluss Straches aus, sollten sich die Vorwürfe in der Spesenaffäre erhärten. „Wenn das stimmt, sehe ich keine andere Möglichkeit. So leid es mir tut.“

Zuvor war bekannt geworden, dass Philippa Strache, die Frau Straches, es laut aktuellem Stand in den Nationalrat geschafft hatte. Sie war Drittgereihte auf der Wiener Landesliste. Laut „oe24.at“ dürfte Strache aber freiwillig auf ihren Sitz im Hohen Haus verzichten. Dann käme Markus Tschank zum Zug, gegen den im Zuge der Ibiza-Affäre ermittelt wird.

Aufgrund der „immer stärkeren innerparteilichen Anfeindungen gegen ihren Mann“ soll Philippa Strache auf ihr Mandat verzichten, schreibt „oe24.at“. Sie wolle damit offenbar ein Zeichen gegen alle in die systematische „Vernichtung“ des Rufes ihres Mannes involvierten „Intriganten“ setzen.

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Die FPÖ hat auf der Wiener Landesliste zwar nur zwei Mandate errungen. Da Harald Stefan aber wohl seinen Sitz im Regionalwahlkreis wahrnimmt, würde das Mandat Strache aller Voraussicht nach zufallen.

Wie in letzter Zeit gewohnt hat sich Heinz-Christian Strache auf Facebook zum Wahlausgang für seine Partei geäußert. „Ein trauriger Tag.... Aber es geht weiter....“, schrieb Strache gegen Mitternacht in einem Kommentar, in dem er auch eine Videobotschaft des ehemaligen Verteidigungsminister Mario Kunasek teilte. Und wörtlich weiter: „Danke für Eure Unterstützung und FPÖ-Stimme!“




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