Letztes Update am Di, 01.10.2019 07:07

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Musik- und Kunstfestival „Salam Orient“ startet wieder



Das bewährte Musik- und Kunstfestival „Salam Orient“ eint auch heuer wieder traditionelle und zeitgenössische Klänge aus verschiedenen Kulturen. Das Programm erstreckt sich unter anderem von den Maghreb-Ländern nach Syrien bis in den Iran. Vom 14. bis zum 23. Oktober finden an verschiedenen Wiener Spielstätten Konzerte von Künstlern wie Orwa Saleh, Basma Jabr und Mahan Mirarab statt.

Besucher bekommen beim Festival einen Eindruck von der Musiklandschaft unterschiedlicher Kulturen. Die künstlerische Bandbreite reicht dabei von traditioneller Musik aus Marokko über Rock aus Israel und dem Irak hin zu generationenübergreifenden syrischen Melodien. Dieses Jahr ist das Programm zudem größtenteils weiblich besetzt, Sängerinnen hinterfragen jahrhundertealte Traditionen aus ihrem Kulturkreis, ohne dabei alte Werte gering zu schätzen.

Die Veranstalterinnen Katrin Pröll und Martina Laab, die 2017 die Leitung des Festivals übernommen haben, setzen wie Gründer Norbert Ehrlich die 15 Jahre davor auf eine ausgeglichene Mischung von „klassisch-traditioneller“ und „aktueller Musik, Kunst und Kultur“. Beide haben langjährige Erfahrung als Veranstalterinnen in den Bereichen der Weltmusik und möchten dem „einseitigen Bild von Krieg und Terror im arabischen Raum“ einen „kulturell reichen Beitrag“ entgegensetzen, wie es auf ihrer Website heißt. Das Festival lädt ein „zum Dialog, zur Differenzierung und zum wechselseitigen Verständnis“.

Seinen Auftakt hat „Salam Orient“ am 14. Oktober mit einer Uraufführung von Sängerin Basma Jabr und Oud-Spieler Orwa Saleh zusammen mit dem syrischen Jazzstar Basel Rajoub im Porgy & Bess. Den Sufi-Texten mit zeitgenössischem Einfluss folgt am Tag darauf Mahan Mirarab mit Nuancen aus orientalischen und jazzigen Elementen im Theater Akzent. Die Band Dudu-Tassa & The Kuwaitis bedient sich für ihre elektronischen Balladen wiederum am Pop und kreuzt alte irakische Stücke mit eigener Rockmusik. Sie ist am 20. Oktober im Flex zu erleben.

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Eine „Ikone des Arabischen Frühlings“, wie es das Festival ankündigt, singt am 23. Oktober zum Abschluss in der Sargfabrik. Emel Mathlouthi gilt als revolutionäre Singer-Songwriterin und tritt genreunabhängig mit weltoffenen Arrangements auf. Am gleichen Abend findet das zweite Konzert von Oum im Porgy & Bess statt. Die sozial engagierte Sängerin aus Marokko bringt traditionelle Gnawa-Rhythmen mit Soul und Jazz zusammen. Mit ihr reiht sich zu den vielen anderen Sängerinnen noch eine weitere starke Frauenstimme ins Programm ein.




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