Letztes Update am Di, 01.10.2019 11:35

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


ÖVP-Landeshauptleute vertrauen auf Kurz



Die Landeshauptleute der ÖVP wollen sich nicht öffentlich äußern, welche Koalitionsvariante sie präferieren und vertrauen auf Wahlsieger und Parteichef Sebastian Kurz. Jene drei von ihnen, die sich bei ihrem Eintreffen zum Bundesparteivorstand befragen ließen, zeigten keinerlei Tendenzen in irgendeine Richtung.

So meinte etwa der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), dass es zwar eine gute Koalition mit den Grünen in seinem Bundesland gebe. Davon abzuleiten, dass man in Wien das selbe machen müsse, sei aber falsch. Denn es gebe im Bund andere Inhalte und andere Personen.

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer gab bloß zwei Prioritäten bei der Partnerwahl zu erkennen. Der Weg von ÖVP-Chef Kurz müsse weiter gegangen werden und die nächste Koalition müsse fünf Jahre halten. Gleichzeitig versicherte Schützenhöfer, dass seine Partei auf dem Boden bleiben werde: „Niemand ist alleine auf der Welt.“

Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wiederholte, dass alle Parteien ihre Verantwortung gegenüber den Wählern wahrnehmen und zu Gesprächen bereit sein müssten. Gemeint waren dabei einzelne Spitzen von SPÖ und FPÖ, die zuletzt offen für einen Gang in die Opposition plädiert hatten. Präferenzen hat Mikl-Leitner zumindest öffentlich nicht. Es müsse geschaut werden, wo es die meisten Schnittmengen gebe.

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Die meisten Vorstandsmitglieder kamen per Auto in die Parteiakademie und wollten mit Ausnahme des aus dem Fenster redenden Schützenhöfer keine Stellungnahmen abgeben. Auch Parteichef Kurz beließ es bei einem Winken. Er wird im Anschluss an den auf rund zwei Stunden angesetzten Vorstand in einem Pressestatement über die Beschlüsse Auskunft geben.




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