Letztes Update am Di, 01.10.2019 18:54

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Scala-Personal kündigt Streik ab 18. Oktober an



Staatsopern-Chef Dominique Meyer, der von Mitte Dezember an zweieinhalb Monate lang als „designierter Intendant“ der Scala im Einsatz sein wird, könnte Probleme mit dem Personal des Mailänder Opernhauses bekommen. Die Scala-Mitarbeiter kündigten am Dienstag einen Streik ab dem 18. Oktober an, Tag der Premiere der Händel-Oper „Giulio Cesare in Egitto“.

Zum Streik riefen die Gewerkschaften auf, nachdem es bei der Aufsichtsratssitzung der Scala am Montag zu keiner Einigung über das Taggeld bei Tourneen kam. Bürgermeister Giuseppe Sala, Präsident der Scala-Stiftung, hatte erklärt, er wolle das Thema mit Kulturminister Dario Franceschini besprechen, um zu prüfen, ob ab dem kommenden Jahr das Taggeld erhöht werden könne. Salas Anküdigung war für die Gewerkschaften nicht ausreichend.

Die Gewerkschaften hatten bereits kritisch auf den Beschluss des Scala-Aufsichtsrats reagiert, Intendant Alexander Pereira nicht für ein zweites volles Mandat im Amt zu bestätigen. Die Scala hatte sich bereit erklärt, Pereiras Mandat lediglich bis Juni 2021 zu verlängern. Inzwischen hat Pereira ein Angebot des Opernhauses „Maggio musicale fiorentino“ in Florenz angenommen. Den Posten übernimmt er am 15. Dezember.

Von Mitte Dezember bis 1. März 2020 wird Meyer nun als „designierter Scala-Intendant“ im Einsatz sein. Erst ab 1. März wird er dann offiziell als Scala-Intendant tätig sein, wurde vom Aufsichtsrat des Mailänder Theaters am Montag beschlossen. Während der Übergangszeit werden Bürgermeister Sala als Präsident der Scala-Stiftung und die Generaldirektorin des Opernhauses, Maria Di Freda, das Theater leiten. Sollte es Probleme geben, werde Meyer selber einspringen, erklärte der Bürgermeister.

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