Letztes Update am Mi, 02.10.2019 06:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Urania Puppentheater: Kasperl und Pezi melden sich zurück



„Krawuzikapuzi!“ heißt es ab Freitag wieder im Puppentheater der Wiener Urania: Dann startet für Kasperl und Pezi mit „Das Einhorn“ die Saison. Neu ist dabei der Veranstalter. Seit einigen Monaten wird die bekannte Institution von Andre Heller betrieben. „Es gibt Neuerungen, aber nur sehr sanfte“, erzählte der Organisationsverantwortliche Richard Hartenberger der APA.

Für Kasperl-Fans bedeutet der Start in die neue Saison auch eine große Erleichterung - denn das Puppentheater stand kurz vor dem Aus. Da der Ruhestand des damaligen Direktors Manfred Müller nahte und er keinen Nachfolger gefunden hatte, der das Unternehmen kaufen wollte, plante er nach dem Ende der laufenden Spielsaison im April 2019 die Schließung der Institution. Als dies im vergangenen Herbst bekannt wurde, kam Bewegung in Sache.

Zahlreiche Interessenten meldeten sich, schließlich kam Heller zum Zug. Müller selbst erlebte das offizielle Ende seiner Ära nicht mehr. Kurz zuvor starb er, die Abschlussvorstellungen wurden abgesagt. Heller selbst dürfte vorerst nicht allzu sehr in den operativen Betrieb involviert sein. Er habe die Gesamtleitung über, man stimme sich regelmäßig mit ihm ab, hieß es dazu.

Kasperl und Pezi starten mit dem Stück „Das Einhorn“ in eine neue Ära. Zunächst werden die neuen Macher noch aus dem bestehenden Stücke-Repertoire schöpfen. Nach dem „Einhorn“ stehen „Dagobert und Zwiebelduft“ und „Rumpelstilzchen“ auf dem Programm. Auch das traditionelle „Nikolo-Spezial“ gibt es wieder.

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„Die Stücke wurden sanft überarbeitet, ohne krampfhaft modern zu werden“, sagte Hartenberger. Konkret soll dabei das „Schauen und Staunen forciert“ werden. Für die nächste Spielsaison 2020/2021 (eine Saison dauert von Oktober bis April) kündigte er dann eine Uraufführung an: „Es wird ein gänzlich neues Stück Premiere feiern.“

Die Bühne bleibt auch nach dem Neustart mit Heller optisch gleich. Die Technik wurde hingegen auf den neuesten Stand gebracht. Neu sind auch Lichtprojektionen im Theatersaal, mit deren Hilfe die kleinen und großen Besucher mehr in die magische Welt des Theaters eintauchen sollen. Auch das Foyer wurde umgestaltet. So erstrahlen die Wände dort nun in einem Blauton.

Auch die Puppen wurden schrittweise modernisiert, zum Beispiel was die Mechanik der Hände oder Köpfe anbelangt. Außerdem bekommen sie neue Kostüme, Frisuren und Accessoires verpasst. Gleichzeitig beruhigte Hartenberger aber auch: „Kasperl und Pezi bleiben gleich.“ Anders wird aber die Stimme von Kasperl sein, dieser wurde bis zuletzt von Müller gespielt und gesprochen. Nun übernimmt ein neuer Puppenspieler diese Rolle.

) erworben oder telefonisch (01 714 36 59) reserviert werden.




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